Project Soli: Forschungsprojekt zeigt, was mit Googles neuer Radar-Eingabe alles möglich ist (Video)

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Vor wenigen Tagen hat Googles Project Soli einen großen Sprung gemacht und kann nun sehr bald an den Start gehen und in Produkten eingesetzt werden. Wie genau das Soli-Radar eingesetzt werden soll, ist zwar noch nicht bekannt, aber eine Reihe von Versuchsaufbauten zeigen nun, was damit in der Theorie alles möglich ist. Virtuelle Bedienoberflächen dürften wohl ein wichtiger Bestandteil werden.


Mit dem Project Soli arbeitet Google schon seit einigen Jahren daran, Bewegungen, Gesten und Objekte im freien Raum zu erkennen und dabei vollständig auf Kameras oder Sensoren zu verzichten. Diese können die Aufgabe zwar ebenfalls übernehmen, aber längst nicht so exakte Ergebnisse liefern. Stattdessen setzt Soli auf einen winzigen Radarchip, der weder echten Sichtkontakt benötigt, noch bestimmte Positionen vom Nutzer erwartet (wie etwa die Bewegung vor einer Kamera auszuführen).

project soli

Eine schottische Universität hat sich nun Googles Technologie und Hardware genauer angesehen und einige Anwendungsfälle ausprobiert, die erst durch Soli möglich werden. Dazu gehört etwa das Zählen von einzelnen Papierseiten, das exakte Erkennen von Objekten, die Erkennung von einzelnen LEGO-Steinen und einiges mehr. Eine praktische Anwendung gibt es für all diese Fälle wahrscheinlich nicht, aber wenn die Technologie erst einmal vorhanden ist, kommen sie vielleicht ganz von selbst.

Googles Entwickler selbst konzentrieren sich vor allem auf die Bedienung von virtuellen Oberflächen und der Nutzung von Knöpfen, Schiebereglern, Drehknöpfen und anderen Dingen, die zwar nicht existieren, aber dennoch genutzt werden können. Da der Chip selbst sehr winzig ist, kann er problemlos in Smartphones oder auch Smartwatches zum Einsatz kommen, ist aber auch für Internet of Things-Geräte sehr interessant.

» Mehr Informationen zum Project Soli


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