Change the Game: Google möchte Spiele mit und für Frauen im Play Store promoten

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Diversifikation, Frauenquote und Gleichberechtigung sind große Themen, die vor keiner Branche halt machen und vor allem in den letzten zwei Jahren die IT-Giganten in den USA schwer beschäftigt haben. Google hat sich nun einmal den hauseigenen Play Store und die Spielebranche im gesamten angesehen, und kam zu dem Schluss dass sich etwas ändern muss. Dafür hat man nun die Initiative Change the Game gestartet, die Frauen in Spielen mehr in den Mittelpunkt rücken sollen.


Computerspiele sind in den Augen der meisten Betrachter vor allem eine von Männern dominierte Domäne, was sich natürlich auch den Titeln und den Protagonisten in den Spielen abzeichnet. Umfragen und Statistiken zeigen immer wieder dass Spiele bis heute ein reines Männer-Thema sind und sich im Vergleich nur wenige Frauen vor die Konsole oder den Computer setzen. Doch auf dem mobilen Markt sieht das ganz anders aus, denn in diesem haben tatsächlich die Frauen das Sagen.

Laut einer Google-Umfrage unter 3.000 US-Bürgern zwischen 10 und 65 Jahren sind ganze 49 Prozent aller mobilen Spieler Frauen. Damit liegt der Anteil mehr als doppelt so hoch wie in der klassischen Spielewelt – aber bei den Entwicklern haben sich in den letzten Jahrzehnten die Rollenbilder festgefahren. Ganze 65 Prozent aller Frauen spielen Spiele auf dem Smartphone und ganze 43 Prozent spielen sogar mindestens fünf mal pro Woche – bei den Männern sind es nur 38 Prozent.

Das „Problem“ ist es nun aber, dass in den App-Icons und in den Spielen selbst zum Großteil Männer die Hauptrolle spielen und Frauen nicht auftauchen. In den Top 100 der Android-Spiele im Play Store sind deutlich mehr Männer im Logo einer App zu finden als Frauen – nämlich ganze 44 Prozentpunkte mehr. Unter den Frauen hat sich deswegen die Ansicht gebildet, das weniger als ein Drittel aller Spiele für Frauen gemacht sind.

Google möchte dies ändern und hat nun die Change the Game-Kampagne gestartet. Unter diesem Motto sollen im kommenden Jahr Spiele im Play Store promotet werden, die Frauen in den Mittelpunkt stellen und auch im App-Logo unterbringen. Ob es eine solche Quote wirklich braucht, sei mal dahin gestellt, aber dass Google mehr für weibliche Spielerinnen tun möchte, ist sicherlich eine gute Sache.

» Change the Game-Webseite
» Ankündigung im Google-Blog


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comment ommentare zur “Change the Game: Google möchte Spiele mit und für Frauen im Play Store promoten

  • In wie fern findet Gleichberechtigung statt, wenn eine Seite, hier also die Frauen extra promotet werden? Das Gleiche kann man bei jeder Quote fragen. Ist Gleichberechtigung bei den Kämpfern für „Gleichberechtigung“ immer nur Posten ohne Qualifikation?
    Komischerweise ist Lara Croft in dem Spiel überhaupt, in dem man in eine andere Rolle schlüpft, eine Frau. Hat sich je ein Mann darüber beschwert?!
    Dieser krude „Gleichberechtigungskampf“ ist in der westlichen Welt ein verlogener Kampf um unfaire Vorteile, in dem jede Statistik von deren Seite so weit runter gestrichen wird, dass sie die gewollten Ergebnisse liefert.

    In anderen Ländern kann sich nur die Frau selbst befreien, das mussten unsere auch. Nur so lernt deren Kultur und kann sich entwickeln. Wenn wir uns überall einmischen und anderen unsere Errungenschaften aufdrücken wollen, werden jene es nie kapieren oder auch nur zu schätzen wissen. Geschenke sind Schall und Rauch. Nur wer sich etwas selbst verdient, verdient es auch.
    Passt nur nicht in die industriellen Ziele der Globalisierung, in denen sich alles überall leicht verkaufen lässt weil alle gleich sind.

  • Völliger Unsinn! Und es ist überhaupt nichts Gutes daran, dass Google diesen Frauen-Irrsinn mitmacht.

    Der Grund, warum der Feminismus so erfolgreich ist: Google und andere Arbeitgeber brauchen gut ausgebildete Arbeitskräfte. Wenn man die Frauen mobilisieren könnte, dann hätte man ruckzuck doppelt so viele IT-Fachleute. Das ist der wahre Grund und nichts anderes. Die Frauen haben sich nichts erkämpft, es wurde ihnen gegeben.

    Man muss das aber nicht mal an den Frauen festmachen. Auch die Individualisierung ist in erster Linie ein Produkt der Konzerne. Heute will man nicht mehr nur dazu gehören, nein, heute will man individuell sein. Warum? Weil es einem von der Werbung eingeredet wird. Weil man Menschen so Zeug verkaufen kann, dass sie gar nicht brauchen.

    Was waren das für Zeiten, wo ein Mann eine gesamte Familie ernähren konnte! Und damals bestand die Familie nicht nur aus drei Personen, sondern man hatte viele Kinder und die Großeltern auch noch im Haus. Noch vor hundert Jahren gab es keine Kühlschränke, keine Waschmaschinen, keine Küchenmaschinen. Da war Hausfrau sein noch harte Arbeit. Diesen Fortschritt für die Frau haben in erster Linie Männer erbracht.

    Heute sind viele Menschen kinderlos oder sogar ganz allein. Die Alten werden ins Altenheim abgeschoben, die Kinder in die Kita gebracht, damit Mama „Karriere“ machen kann. Im gleichen Maß, wie wir soziale Errungenschaften feiern, schaffen wir sie ab. Ob das Sinn macht, werden wir sehen.

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