Google-Doodle: 150. Geburtstag von Käthe Kollwitz

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Am heutigen 8. Juli hätte die deutsche Künstlerin Käthe Kollwitz ihren 150. Geburtstag gefeiert. Da Kollwitz zu den bekanntesten Künstlern des 20. Jahrhunderts gehörte, feiert Google diesen runden Geburtstag natürlich mit einem ganz besonderen Doodle auf der deutschen Startseite.


Google-Doodle 150. Geburtstag von Kätze Kollwitz

Für einen Geburtstag ist das heutige Doodle recht düster gehalten, aber es entspricht ihrem Kunststil und gibt somit einen guten Einblick in das Gesamtwerk der Künstlerin. Das eigentliche Bild des Doodles ist aus einem schwarzen Hintergrund herausgekratzt und gibt ebenfalls eine von ihr häufig genutzte Technik wieder. Ihr Antlitz wurde genau so wie die Buchstaben des Google-Logos herausgekratzt. Ihr Gesicht ersetzt das zweite O im Logo und ist somit mittig im Bild platziert.

Kollwitz wurde am 8. Juli 1867 in Königsberg in Preußen geboren und starb im Alter von 77 Jahren am 22. April 1945 in Dresden – nur wenige Tag vor dem Ende des zweiten Weltkriegs in ihrer Wohnung. An dieser Stelle befindet sich heute eines der Käthe-Kollwitz-Häuser, in denen eine Gedenkstätte für die Künstlerin eingerichtet ist.

Kätze Kollwitz gehört nicht nur zu den größten Künstlerinnen in Deutschland, sondern steht auch weltweit für einen neuen Kunststil im 20. Jahrhundert. Aus diesem Grund sind auch in vielen Städten Deutschlands Straßen, Plätze, Schulen und viele andere Einrichtungen nach ihr benannt. Außerdem gibt es in mehreren Städten die Kätze-Kollwitz-Museen, in denen viele ihrer Kunstwerke zu finden sind.



Allgemeine Aufmerksamkeit zog Käthe Kollwitz erstmals durch die Teilnahme an der Großen Berliner Kunstausstellung 1898 auf sich, wo sie ihre Radierfolge Ein Weberaufstand zeigte. Die ersten drei Blätter zu diesem Zyklus hatte sie bereits 1893 nach dem Erlebnis der Uraufführung von Gerhart Hauptmanns Schauspiel Die Weber als Lithografien gefertigt. Max Liebermann war davon so beeindruckt, dass er die junge Künstlerin noch im selben Jahr zur kleinen goldenen Medaille vorschlug. Dies wurde jedoch von Kaiser Wilhelm II. abgelehnt. Er wollte die Auszeichnung nicht durch eine weibliche Preisträgerin herabwürdigen. Die moderne Kunst bezeichnete der Kaiser als Rinnsteinkunst, sie stand in krassem Widerspruch zum damals bevorzugten Historismus und der großbürgerlichen Salonmalerei.

In ihren Kunstwerken spiegeln sich vor allem Emotionen wieder, weswegen ihr Werk auch teilweise als sehr düster beschrieben wird. Allerdings darf man dabei nicht vergessen dass die Frau in einer schweren Zeit gelebt hat und sowohl den 1. als auch den 2. Weltkrieg erlebt und die Weltwirtschaftskrise und andere Dinge erleben musste. Als in Königsberg geborene und in Deutschland lebende weibliche Künstlerin dürfte sie es ebenfalls nicht leicht gehabt haben.

1933 wurde sie zum Austritt aus der Preußischen Akademie der Künste gezwungen und ihres Amtes als Leiterin der Meisterklasse für Grafik enthoben, da sie zu den Unterzeichnern des Dringenden Appells zum Aufbau einer einheitlichen Arbeiterfront gegen den Nationalsozialismus gehört hatte. Im Jahr 1936 wurden die Exponate der Künstlerin aus der Berliner Akademieausstellung als „Entartete Kunst“ entfernt, was einem Ausstellungsverbot gleichkam.

[Wikipedia]



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