Smart Home: Google-Schwester Nest könnte schon bald Apples HomeKit-Plattform unterstützen

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Das Thema Heim-Automatisierung kommt gerade erst so richtig ins rollen und mit der zunehmenden Verbreitung der smarten Sprachassistenten im Wohnzimmer der Menschen nimmt die noch junge Branche immer mehr an Fahrt auf. Schon jetzt ist aber auch klar dass es auch in dieser Branche unterschiedliche Ökosysteme und Plattformen geben wird, für die man sich am Ende entscheiden muss. Die Google-Schwester nest könnte nun aber schon bald einen Schritt auf Apple zugehen.


Bei den meisten Nutzern besteht die Heim-Automatisierung derzeit wohl noch darin dass die Assistenten das Radio einschalten, einen Film streamen oder auch das Licht dimmen können, aber in Zukunft wird noch sehr vel mehr möglich sein und praktisch alle Haushaltsgeräte und die gesamten Vier Wände sollen durch das Internet of Things dort angebunden werden. Damit dass alles reibungslos funktioniert gibt es eine Reihe von Plattformen, die miteinander konkurrieren. Doch vielleicht können diese schon bald auch zusammenarbeiten.

nest products

Wie in so vielen anderen Produktkategorien auch stehen sich beim Thema Heim-Automatisierung Apple und Google (in Form der ehemaligen Tochter und heutigen Schwester nest) gegenüber und betreiben eigene Ökosysteme. Diese Plattformen sind natürlich nicht miteinander kompatibel, so dass sich sowohl die Hersteller von smarten Lösungen als auch die Nutzer auf ein System festlegen müssen – doch das könnte sich schon bald ändern. Nest soll nun darüber nachdenken, Apples Ökosystem zusätzlich zu unterstützen und sich so einer neuen Käuferschicht zu öffnen.

Apple hat vor kurzem die Restriktionen für das eigene HomeKit gelockert und erlaubt nun auch Geräten von anderen Herstellern den Zugang zur eigenen Plattorm. Das hat Nest nun zum Anlass genommen, um zumindest darüber nachzudenken sich auch an Apples Plattform anzuschließen und schon bald beide zu unterstützten – eine offizielle Bestätigung oder gar einen Zeitplan dafür gibt es allerdings nicht. Das bedeutet aber natürlich keinesfalls dass man seine eigene Plattform aufgibt, sondern nur dass man sich die eigene Zielgruppe vergrößert.

Da Apple umgekehrt wohl niemals eine Google-Plattform unterstützen wird, ist Nest hier im Vorteil und kann gleich beide Kundengruppen bedienen. Auch andere Unternehmen dürften in Zukunft, bis sich eine Plattform als dominant erweist, auf diese Lösung setzen und alle Systeme unterstützen. Auch das Möbelhaus IKEA hat vor kurzem mit TRADFRI eine neue Software für die eigene smarte Beleuchtung vorgestellt die mit allen Systemen kompatibel ist.



Bemerkenswert ist dieser Schritt vor allem auch deswegen, weil Nest und Apple nicht unbedingt die besten Freunde sind – zumindest nicht mehr. Schon kurz nach der Übernahme durch Google hatte Apple alle Produkte von Nest aus dem Apple Store geworfen und wollte die Konkurrenz nicht mehr als Kunden unterstützen. Das war nicht weiter überraschend, denn Apple stellt zunehmend auch eigene Lösungen in diesem Bereich her bzw. hat andere Partner ohne Google-Abhängigkeit gefunden.

Die Produkte von Nest sind übrigens seit wenigen Monaten auch in Deutschland erhältlich und stehen unter anderem auch bei amazon zur Bestellung bereit. Derzeit gibt es hierzulande allerdings nur den Rauchmelder und die beiden Überwachungskameras für den Innen- und Außen-Bereich. Weitere Produkte sollen folgen, und auch neue Gebiete dürften wohl schon sehr bald erschlossen werden.

Smart Home wird auch weiterhin ein sehr spannender Bereich sein, in dem sich die großen Unternehmen wohl auch in Zukunft miteinander matchen und eigene Lösungen auf den Markt bringen. Eine Kompatibilität untereinander kann dabei nur gut für den Nutzer sein, und wenn nur Nest diese gewährleisten kann, dann hat man Apple schon wieder etwas voraus 😉

[Caschys Blog]



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