Google Assistant vs. Bixby: Samsung möchte mit Google „konkurrieren und zusammen arbeiten“

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Der Kampf um die Gunst des Nutzers unter den virtuellen Assistenten ist längst in vollem Gange, aber noch steht der gesamte Markt am Anfang und die besten Plätze sind bisher noch nicht verteilt. In diesem Jahr will nun auch Samsung mit seinem seit längerer Zeit in Entwicklung befindlichen Assistenten „Bixby“ einsteigen und hat dabei durch die hohe Verbreitung der eigenen Smartphones gute Chancen. Doch einen Konkurrenzkampf mit Google soll es nicht geben, viel mehr möchte man gerne zusammen arbeiten.


Viele große IT-Unternehmen sind in den Markt eingestiegen und schicken ihre eigenen Assistenten in den Ring: Google hat den Assistant, Apple betreibt seit Jahren den wohl bekanntesten Assistenten Siri und Amazon ist mit Alexa derzeit in aller Munde. Aber auch Microsoft ist mit Cortana längst nicht mehr nur unter Windows aktiv und mit Nokia hat vor kurzem erst der nächste Hersteller den Einstieg mit Viki verkündet.

Google Assistant

Schon seit langer Zeit ist bekannt, dass Samsung an einem eigenen Sprach-Assistenten mit der Bezeichnung „Bixby“ arbeitet. Dieser soll die Nutzer nicht nur auf dem Smartphone sondern auch auf allen anderen Geräten vom Fernseher bis zum Kühlschrank begrüßen. Eigentlich wollte Google Bixby auf Android-Smartphones verhindern, um dem eigenen Assistant nicht die Show zu stehlen. Aber das hat wohl nicht ganz so gut funktioniert, denn Samsung wird den Assistenten sehr wahrscheinlich vorinstallieren.

Samsung hat sich nun zu dem neuen Assistenten geäußert und hat in einer Telefonkonferenz praktisch bestätigt, dass Bixby sehr wohl auf dem kommenden Galaxy S8 vorinstalliert sein wird. In Zukunft möchte man aber nicht unbedingt nur mit Google in Konkurrenz treten, sondern gemeinsam an den Assistenten arbeiten – wie auch immer man sich eine solche Zusammenarbeit vorstellen kann.

We want to collaborate as well as compete. Samsung and Google will have to continue to maintain their strategic partnership to nurture the AI and the market for the emerging technology.



Natürlich können auf einem Gerät auch mehrere Assistenten installiert sein, die dann mit verschiedenen Namen einzeln angesprochen werden könnten. Der Nutzer hat dann die Wahl ob er „OK, Google“, „Hey, Cortana“ oder eben auch „Hey, Bixby“ ruft. Den wohl besten Rufnamen – nämlich „Computer“ – hat sich Amazons Alexa erst vor einigen Tagen gesichert und dürfte allein schon dadurch einige Nutzer in einer solchen Situation gewinnen können.

Problematisch können mehrere Assistenten natürlich dann werden, wenn sie pro-aktiv tätig werden. Wenn der Nutzer in seinem gebuchten Hotel ankommt oder sich Stau auf dem Arbeitsweg bildet, möchte er natürlich nicht von vier Assistenten gleichzeitig angesprochen werden. Da Samsungs Assistent aber auf Samsung-Smartphones aktiv sein wird und Googles Lösung wohl früher oder später in Android integriert wird, lässt sich eine doppelte Installation kaum noch verhindern.

[9to5Google]



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