Android N Preview soll auch für Geräte anderer Hersteller per OTA-Update ausgeliefert werden

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Vor mittlerweile gut einem Monat hat Google völlig überraschend die Android N Developer Preview veröffentlicht und dafür zum einfachen Test der neuen Version des Betriebssystems auch das Android Beta Program gestartet. Bisher steht dieses aber nur für die Nexus-Geräte zur Verfügung, die dadurch per OTA-Update direkt versorgt werden. Jetzt gibt es einen sehr eindeutigen Hinweis darauf, dass schon bald auch Geräte von anderen Herstellern unterstützt werden sollen.


Bei den bisherigen Android-Previews war es stets so, dass die aktuelle Version auf das Smartphone oder Tablet geflasht werden musste und daraufhin alle Daten und Einstellungen verloren gegangen sind. Über das Android Beta Program mit OTA-Updates wurde dieser Makel behoben und man kann sich direkt per Update und im laufenden Betrieb die letzte Version holen. Allerdings ist auch das auf die Nexus-Smartphones beschränkt – bisher.

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Jetzt gibt es einen eindeutigen Hinweis darauf, dass die Beschränkung auf die Nexus-Geräte schon bald beendet werden soll. Direkt im Quelltext der Android N Preview-Seite befindet sich unter dem Punkt „What’s New“ obiger auskommentierter Text. In dem wird beschrieben, dass in einem späteren Punkt der Review auch die Installation auf Geräten von anderen Herstellern möglich sein soll. Welche Geräte damit genau gemeint sind, geht aus dem Dreizeiler allerdings nicht hervor.

android n developer preview

Wie das ganze funktionieren soll ist allerdings fraglich. Da die Smartphone-Hersteller oftmals nicht nur Änderungen an der Oberfläche sondern auch unter der Haube vornehmen, ist der Betrieb der „normalen“ Android-Version in einigen Fällen gar nicht möglich. So müssen oftmals Anpassungen für die Hardware vorgenommen werden, mit der die Standard-Version von Android gar nicht zurecht kommt – etwa zusätzliche Lautsprecher, Funktionen für Eingabestifte oder auch die bekannte „Edge“ von Samsung-Smartphones.



Ob der Rollout der Android N Preview per OTA auf die Geräte anderer Hersteller tatsächlich geplant ist bleibt abzuwarten. Denkbar wäre es, dass Google eng mit den Herstellern zusammen arbeitet und diese für die Auslieferung der schnellen Updates zuständig sind. Doch da diese schon mit den normalen OS-Updates überlastet sind und diese nicht zeitnah auf ihre Geräte bringen, ist eine solche schnelle Umsetzung kaum denkbar.

Die zweite Möglichkeit ist aber natürlich auch, dass das Android-Team die Nutzer damit einfach aufs Glatteis führen möchte – so wie man es in der Vergangenheit auch oft mit den Versionsbezeichnungen des Betriebssystems getan hat. Da man aber hier auf eine Schwäche des OS eingeht, nämlich die Update-Problematik, wäre dieser Scherz doch eher negativ zu verstehen. Wir dürfen gespannt sein, ob Google hier möglicherweise eine ultimative Lösung gefunden hat.

Erst vor zwei Wochen gab es Berichte darüber, dass das neue Samsung Galaxy Note 6 mit Android N ausgeliefert werden soll. Das würde nur zu gut dem jetzigen Hinweis passen. Aber warten wir es ab.

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[WinFuture]



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