Quartalszahlen 3/2014: 16,52 Milliarden Dollar Umsatz, Gewinn eingebrochen

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Vor wenigen Stunden hat Google die Geschäftszahlen für das 3. Quartal 2014 vorgelegt und die Anleger damit fast schon geschockt: Zwar ist der Umsatz auf 16,52 Milliarden Dollar gestiegen, der daraus erwirtschaftete Gewinn von 2,81 Milliarden Dollar liegt aber deutlich unter dem Vorjahresquartal. Traditionell ist für Google das 3. Quartal immer das schlechteste.


Nachdem Google in den vergangenen Quartalen von Erfolg zu Erfolg geschlittert ist und die Erwartungen der Analysten stets überbieten konnte, fährt man derzeit im Rückwärtsgang. Der Umsatz ist im Vergleich zum Vorjahresquartal zwar um satte 20 Prozent gestiegen (14,9 Milliarden Dollar), der Gewinn konnte aber lange nicht mithalten und ist sogar um 160 Millionen Dollar eingebrochen (2,97 Milliarden Dollar). Dies liegt vor allem an einigen größeren Ausgaben und den immer weiter steigenden Kosten für die Infrastruktur.

Ganze 77 Prozent des Werbe-Umsatzes erwirtschaftet Google auf den eigenen Seiten, nur 23 Prozent kommen noch von Partner-Seiten (AdSense), womit dieser Wert ebenfalls wieder um 1 Prozentpunkt im Vergleich zum Vorjahr gesunken ist. Ganze 11 Prozent des Umsatzes kann Google mittlerweile aber schon mit anderen Einnahmequellen außerhalb der Werbung erwirtschaften, eine wichtige Kennzahl für Anleger, die immer wieder die Verminderung der Abhängigkeit vom Werbegeschäft fordern.

Das Barvermögen von Google liegt nach diesem Quartal jetzt bei ganzen 62,16 Milliarden Dollar, das sind fast 6 Milliarden Dollar mehr als noch vor einem Jahr. Die Kriegskasse ist also für weitere große Übernahmen und Projekte außerhalb des Kerngeschäfts sehr gut gefüllt. Die Anzahl der Mitarbeiter liegt mit dem Stichtag bei 55.030 Vollzeit-Angestellten – im Vorjahr waren es nur 46.421 Mitarbeiter.



Die Aktie ist nach Verkündung der Quartalszahlen um fünf Prozent eingebrochen, hat sich nach kurzer Aufregung aber wieder bei Minus zwei Prozent gefangen und steigt langsam wieder an. Offenbar haben die Anleger Verständnis für die hohen Ausgaben, die immerhin den Umsatz der Zukunft bedeuten können.

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