Google beantragte Patent für Werbung im Freizeichenton

adsense 

Wie erst jetzt bekannt geworden ist, hat Google bereits im Januar 2008 ein Patent eingereicht welches den Freizeichenton bei einem Telefonat durch einen Werbespot ersetzt. Zugesprochen wurde das Patent bis heute nicht, getestet hat Google es bisher auch noch nicht. Dennoch könnte diese Idee günstigere Handy-Tarife ermöglichen.


Statt dem ewigen Freizeichenton soll der Anrufer einen Werbespot hören der auf dessen Demografie (Alter, Geschlecht, Interessen) und der aktuellen Position basiert. Der Angerufene Partner profitiert dann von jedem Werbespot und bekommt einen Teil der Einnahmen auf seinen Handyvertrag gutgeschrieben – so zumindest die Idee von Google, die Netzbetreiber müssen dabei natürlich mitspielen.

Die Abrechnung erfolgt dann AdSense-typisch am Monats-Ende und basiert einmal auf den angehörten Spots und dem was die Inserenten pro User bieten, sondern auch auf die angehörte Länge. Ein Spot der zu Ende gehört wurde bringt also mehr Einnahmen als einer der mitten drin unterbrochen wurde. Wer also erst nach dem 10. klingeln ans Handy geht verdient dadurch dann bares Geld.

Freizeichentöne durch Musik zu ersetzen lag ja eine zeit lang (während des Klingelton-Wahns) im Trend – aber an dieser Stelle Werbung zu platzieren konnte sich trotz einiger Versuche nie so richtig durchsetzen. Möglich dass Google dies schon erkannt hat und das System nie zum Einsatz bringen wird, eventuell wartet man aber auch einfach nur auf den Zuspruch des Patents.

» Das Patent im Detail

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comment ommentare zur “Google beantragte Patent für Werbung im Freizeichenton

  • Im allgemeinen find ich ja Werbung ne gute Sache, da es viele Leute gibt, die ihr Produkt nur dadurch finanzieren können und die Benutzer ihr normalerweise ganz einfach ausweichen können.

    Aber das wäre für mich die Spitze des Eisbergs! Denn müsste man umso mehr versuchen auf alternative Dienste übers Internet umzusteigen.

  • Ja klasse, dann ruft man sich regelmäßig gegenseitig an, stellt auf Stumm und vereinbart vorher per IM o.ä., nicht abzuheben… Ne, dass kann irgendwie nicht das Ziel der Werbetreibenden sein. Und als Nutzer möchte ich an dieser Stelle wirklich nicht auch noch zugespammt werden.

  • In Nigeria läuft das bereits, mein Bruder lebt da momentan und wenn ich ihn anrufe bekomme ich Jingles vorgespielt die ich per Tastendruck kaufen kann, ob explizit Werbung darunter war weiß ich nicht mehr genau.

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