Google tritt Linux-Vereinigung OIN bei

Tux
Um Linux auch in Zukunft vor Patentklagen zu schützen und dessen Zukunft zu sichern ist Google vor einigen Tagen offiziell dem Open Invention Network (OIN) beigetreten, das sich genau dies zum Ziel gesetzt hat. Jedes der OIN-Mitglieder verpflichtet sich dazu, seine eigenen Patente nicht gegen Linux einzusetzen und erhält dafür im Gegenzug kostenlose Lizenzen für die Nutzung der Patente anderer Mitglieder.

Das OIN wurde 2005 von IBM, Novell, Philips, Sony und Red Hat zu dem Zweck gegründet die Zukunft von Linux zu bewahren und das Betriebssystem und dessen Community nicht durch Patentstreitigkeiten zu behindern oder zu stoppen. Jedes der Unternehmen besitzt eine Reihe von Patenten dessen Techniken in Linux eingesetzt werden. Die Firmen verpflichten sich dazu diese Patente nicht gegen Linux geltend zu machen.

Googler Chris DiBona, zuständig für OpenSource, gibt als Beitrittsgrund an, dass Google einfach etwas von dem zurückgeben möchte was Linux gegeben hat. Tatsächlich läuft ein Großteil der Google PCs mit einem Linux-Betriebssystem, zumindest auf den Servern kann man kaum Konkurrenzbetriebssystem finden.

Every time you use Google, you?re using Linux.

Doch nur der Schutz von Linux und quasi die Abgabe der Patente dürfte natürlich nicht der einzige Grund für den Beitritt sein. Viel interessanter ist ja der Punkt, dass man die Patente der anderen Unternehmen kostenfrei nutzen und lizenzieren kann. So sparen sich die Unternehmen nicht nur viel Forschungs- und Entwicklungs-Arbeit sondern fördern auch die Kompatibilität und führen keine unnötigen Rivalitäten.

» Ankündigung im Google-Blog

[heise]


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