Google bremst Meta: Die Kapazitätsgrenze ist erreicht – Google kann wohl nicht genügend Gemini-Power liefern
Google hat schon seit langer Zeit eine zentrale Position im KI-Boom, denn man stellt sowohl die Gemini-Fähigkeiten als auch die Rechenpower vielen anderen Unternehmen zur Verfügung – darunter auch Meta. Der Mutterkonzern von Facebook, Instagram und WhatsApp gilt als einer der größten Google-Kunden im KI-Bereich, doch wie jetzt bekannt geworden ist, kann Google die Nachfrage nicht befriedigen. Der Google-Engpass soll einige Meta-Projekte einschränken.
Im Laufe der Jahre hat Google eine gigantische Infrastruktur aufgebaut, die dem Unternehmen stets genügend Ressourcen und großzügige Reserve für alle Projekte verschafft hat. So viel, dass man die Rechenpower und die KI-Stärken auch der versammelten KI-Konkurrenz zur Verfügung stellen kann und daher als einziges Unternehmen wirklich finanziell vom KI-Boom profitiert. Doch so langsam scheinen diese Reserven aufgebraucht zu sein.
Ich hatte hier im Blog schon vor einigen Tagen berichtet, dass Google an Kapazitätsgrenzen stößt und daher jetzt mehr als eine halbe Billion Dollar für den Ausbau in die Hand nehmen muss. Das bestätigt sich jetzt durch einen Bericht: Google soll dem Facebook-Mutterkonzern Meta bereits im März mitgeteilt haben, dass die angeforderte KI-Rechenleistung und die gebuchten Gemini-Kapazitäten nicht in vollem Umfang zur Verfügung stehen.
Es soll nicht nur Meta kontaktiert worden sein, doch als einer der größten Kunden mit dem größten Hunger auf Rechenpower ist das Unternehmen wohl besonders betroffen. Laut Bericht sollen bei Meta mehrere Projekte eingeschränkt worden sein, intern sollen die Mitarbeiter zur sparsamen Token-Nutzung aufgerufen worden sein und man schaut sich auch Alternativen wie Anthropics Claude an. Funfact: Anthropic kauft einen Großteil der Rechenpower ebenfalls bei Google. Es verlagert sich daher nur von einer Tasche in die andere.
Auch Meta will die Google-Abhängigkeit künftig durch den Ausbau der Rechenzentrum-Infrastruktur und der Nutzung der eigenen KI-Modelle senken, doch das wird Zeit in Anspruch nehmen. Wir dürfen gespannt sein, ob Googles sich abzeichnender Kapazitätsengpass irgendwann auch bei Endnutzern ankommen wird oder ob man dennoch genügend Reserven hat, um nur bei der Cloudsparte auf die Bremse treten zu müssen.
[heise]
Letzte Aktualisierung am 29.06.2026 / Bilder von der Amazon Product Advertising API / Affiliate Links, vielen Dank für eure Unterstützung! Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen.
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