Google Maps: Völlig neue Navigation sieht aus wie ein Videospiel – für wen sind diese Details? (Kommentar)
Die Google Maps Navigation erhält in diesen Tagen bei vielen Nutzern eine völlig neue Oberfläche, die sowohl mit einem modernisierten Design als auch vielen zusätzlichen Informationen punkten soll. Das auch auf KI basierende Upgrade fokussiert sich zunächst auf die Autofahrer-Navigation, könnte aber etwas über das Ziel hinausgeschossen sein. Nicht wenige fühlen sich an ein Videospiel erinnert.
Für sehr viele Autofahrer gehört die Google Maps Navigation zum Standard auf ihren täglichen oder auch außergewöhnlichen Wegen. Sei es zur Wegfindung, für alternative Routen, für Verkehrsmeldungen oder auch zur letzten Sicherheit für optimierte Wege. Die Navigation kann sowohl am Smartphone als auch mit Android Auto oder zum Teil bei Fahrzeugsystemen mit integrierten Google-Diensten zum Einsatz kommen.
Vor wenigen Tagen wurde ein großes Update für die Google Maps Navigation angekündigt, das eine ganze Reihe von Neuerungen mit sich bringt. Dazu gehört eine ganz neue 3D-Ansicht, eine optimierte Darstellung der Routen und Umgebung, Details zur Spurwahl und vieles mehr. Aber auch Stoppschilder, Ampeln oder gar Fußgängerüberwege und Verkehrsinseln und genaue Spurführungen auf Kreuzungen können jetzt angezeigt werden. Alle Infos dazu findet ihr im verlinkten Artikel.
Es folgt meine persönliche Meinung: Als ich die Screenshots der neuen Navigation zum ersten Mal gesehen habe, fühlte ich mich zunächst an ein Videospiel erinnert. Das liegt hauptsächlich an der Grafik und der 3D-Ansicht. Ich hätte gut Lust, in die Tasten zu greifen und das Auto auf den Screenshots in einem lustigen Autorennen zu steuern. Und dann fällt einem ein, dass das gar kein Spiel ist, sondern nur die Oberfläche der Routenplanung. Zumindest in puncto Sympathie scheinen die Designer also gute Arbeit geleistet zu haben.
Für wen sind all diese Verkehrsdetails?
Gut, die Videospiel-Optik ist das eine. Man kann darüber hinwegsehen, sich vielleicht freuen und wird es in wenigen Wochen ohnehin gewohnt sein. Die große Frage ist allerdings, für wen all diese zusätzlichen Details konzipiert sind. Welcher Autofahrer hat während der Fahrt (und dafür ist die Navigation nun einmal gedacht), die Zeit, sich die exakte Spurführung einer Kreuzung anzusehen? Welcher Autofahrer muss von einem Navigationsgerät auf Ampeln und Fußgängerüberwege hingewiesen zu werden, statt diese selbst durch die Windschutzscheibe zu sehen?
Für die Routenplanung mag das alles ganz nett sein, aber nicht für die Navigation. Diese wird während der Fahrt genutzt und verändert sich auch nur bei bewegendem Fahrzeug. Wer für die Spurführung auf einer Kreuzung ein Navi benötigt und nach der blauen Linie auf dem Display statt der weißen Linie auf der Straße fährt, sollte eher seinen Führerschein abgeben. Und doch wird es viele Menschen geben, die auf solche Details achten und sich vielleicht mehr auf das Navi als ihren Durchblick durch die Scheibe verlassen.
Und damit sind das nicht nur viele nutzlose Details, sondern diese stellen eher noch eine Gefahr dar. Was ist, wenn Google Maps eine Ampel oder ein Stoppschild nicht kennt? Wird der Autofahrer in seinem Tunnelblick diese dann noch in der Realität wahrnehmen? Man will es nicht glauben, aber solche Fälle wird es sicherlich geben…
Letzte Aktualisierung am 22.02.2026 / Bilder von der Amazon Product Advertising API / Affiliate Links, vielen Dank für eure Unterstützung! Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen.
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