Google Fotos: Automatisches Backup erhält neue Limits & unterscheidet nicht mehr zwischen Fotos und Videos

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Auf Googles Fotoplattform Google Fotos scheint es in diesen Tagen einige Änderungen zu geben, die offenbar nicht für alle Nutzer nachvollziehbar sind: Seit wenigen Tagen lässt sich die Gitter-Animation deaktivieren und nun tauchen bei immer mehr Nutzern neue Optionen zur Sicherung der Medien über Mobile Daten auf. Statt dies wie bisher nach Fotos und Videos zu trennen, gibt es nun ein tägliches Limit.


google fotos logo

Das automatische Backup von Google Fotos sorgt dafür, dass alle mit dem Smartphone aufgenommenen Bilder direkt in die Cloud hochgeladen und dort gesichert werden. Im WLAN normalerweise kein Problem, doch unterwegs kann das bei einer größeren Foto-Tour schon ordentlich am Datenlimit und auch dem Akku ziehen. Seit jeher lässt sich daher festlegen, ob die Medien auch ohne WLAN gesichert werden sollen, wobei es lange Zeit eine Trennung nach Fotos und Videos gab, sowie Zusatzinformationen zum Roaming oder dem Ladestatus.

Das hat sich nun geändert, denn wie 9to5Google entdeckt hat, gibt es die Trennung nach Bilder und Videos nicht mehr. Stattdessen erscheint eine ganz neue Oberfläche mit neuer Logik und Einschränkungen. Es lässt sich grundsätzlich festlegen, ob Medien über die Mobilen Daten gesichert werden sollen, ohne dass es eine weitere Einschränkung nach Typ oder Status gäbe. Stattdessen lässt sich über ein Chip-Menü am oberen Rand ein tägliches Limit festlegen.

Auf folgenden Screenshots könnt ihr sehen, wie das nun umgesetzt ist und warum so mancher Beobachter davon ausgeht, dass es sich um einen versehentlichen Rollout handelt. Gut möglich, dass viele von euch noch die alte Oberfläche haben oder umgekehrt diese neue Variante schon seit mehreren Wochen nutzen können.




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Die Limit-Auswahl nimmt nur einen sehr kleinen der Bildschirmfläche ein und bietet eine scrollbare Karussell-Liste für die einzelnen Werte. Zur Wahl steht die Deaktivierung, ein Limit von 5 MB, 10 MB oder 30 MB sowie die unbegrenzte Sicherung. Das sind sicherlich sinnvolle Optionen, denen aber für den Geschmack einiger Beobachter noch so mancher Eintrag fehlt. 5 MB sind hierzulande Nichts. Mit 30 MB hüpft man bei größeren Shootings auch nicht weit, aber es sind dann schon einige Medien dabei. Videos hingegen wird man mit diesen Limits kaum hochladen können.

Dass 30 MB das höchste Limit ist und es keinerlei Einstellungsmöglichkeiten gibt, lässt manche vermuten, dass es sich um einen versehentlichen Rollout handelt, der eher für Länder wie Indien gedacht war. Ich denke das allerdings nicht, denn 30 MB am Tag sind immerhin auch schon 1 GB im Monat. Natürlich (hoffentlich?) hat jeder Nutzer hierzulande deutlich mehr Kontingent, aber für einen „Hintergrunddienst“ ist 1 GB schon viel. Man will ja auch surfen, videofonieren, Videos schauen und mehr. Vielleicht wäre ein monatliches Limit besser als ein tägliches.

Ich denke, dass der Rollout beabsichtigt ist und vielleicht schon bald mit weiteren Limits ausgebaut wird. Weitere Zusatzoptionen würde ich aufgrund des sehr großzügigen Whitespaces nciht ausschließen.

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[9to5Google]


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comment 2 Kommentare zum Thema "Google Fotos: Automatisches Backup erhält neue Limits & unterscheidet nicht mehr zwischen Fotos und Videos"

  • Nein, die 30MB Höchstgrenze als voreingestellte Auswahl beim mobilen Upload ist ganz sicher nicht für Länder wie Indien gedacht, sondern eher für so Länder wie Deutschland.
    Denn in Indien hat heutzutage fast jeder einen Tarif, der 2GB am Tag mit LTE Highspeed bietet (und unbegrenztes Volumen in langsamer Geschwindigkeit, falls man nicht einen onTop Tarif dazubucht). Solche Prepaid-Tarife gibt es dort z.B. für ca. 3000 Rupees pro Jahr, das sind derzeit umgerechnet knapp 3 Euro pro Monat. Und das ist nicht nur bei einem Anbieter der Fall, sondern das ungefähre Preisniveau. Nur in Deutschland gibt es nach wie vor so irrsinnig teure Tarife, dass die Leute mit dem Volumen knausern müssen kaum mal was mobil hochladen können.

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