Byebye Stadia: Googles Spiele-Abteilung bröckelt weiter – Manager & Entwickler verlassen das Unternehmen

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Googles Spieleplattform Stadia hat die internen Ziele weit verfehlt und ist in Folge dessen in schwieriges Fahrwasser geraten. Gerade erst sind die Negativ-Schlagzeilen etwas abgeklungen, da gibt es schon die nächste Meldung: Produktmanager John Justice hat nicht nur seine Position bei Stadia verloren, sondern gleich das gesamte Unternehmen verlassen – und da ist er nicht der einzige.


stadia logo

Es ist kein Geheimnis, dass Google mit Stadia sehr große Pläne hat(te), doch die selbstgesteckten Ziele wurden sehr weit verfehlt und machen es schwer, an den Plänen festzuhalten. Erst vor wenigen Monaten hatte man die Schliessung der Games Studios verkündet, bevor auch nur ein einziger Titel veröffentlicht wurde. Die Leiterin der Games Studios, die man damals medienwirksam mit großen Ambitionen vorstellte, verließ das Unternehmen. Und nun gibt es den nächsten ranghohen Abgang.

Wie nun bekannt wurde, hat John Justice – seines Zeichens Product Head bei Stadia – das Unternehmen verlassen. Über die Gründe kann nur spekuliert werden, Google hat den Wechsel an der Spitze der Spieleplattform aber mittlerweile bestätigt. Natürlich gibt es in einem Unternehmen mit 140.000 Mitarbeitern ständige Fluktuationen, aber im Top-Management und bei einer recht neuen Position hat es dann doch einiges an Aussagekraft.

Wir dürfen gespannt sein, ob das ein weiterer Teil der Stadia-Umstrukturierungen ist. Ich habe ja bereits darüber spekuliert, dass Stadia als Consumer-Produkt vor dem Aus steht und als Plattform für Partner fortgeführt wird. Ist nur meine persönliche Ansicht, aber die nun frei-gewordene Position ist genau die, die bei einer solchen Entwicklung nicht mehr benötigt würde…




UPDATE:
Wie nun bekannt wurde, haben in den letzten Wochen zahlreiche weitere Stadia-Mitarbeiter das Unternehmen verlassen und sich dem neuen “Haven”-Studio von Jade Raymond angeschlossen. Raymond war bis vor wenigen Monaten Chefin der Stadia Games Studios, die ja geschlossen wurden. Scheint so, als wenn Haven zum Auffangbecken für enttäuschte Stadia-Mitarbeiter wird. Die folgenden Personen haben in den letzten Wochen von Stadia zu Haven gewechselt:

Einige Artikel zu den aktuellen Stadia-Schwierigkeiten
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[9to5Google]


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