Android: Google orientiert sich an Apple und will weniger Daten sammeln & das Tracking einschränken (Bericht)

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Dass Smartphones den Nutzer auf Schritt und Tritt tracken, zahlreiche Daten sammeln und kaum eine Aktion unbemerkt bleibt, dürfte Allgemein bekannt und mehr oder weniger akzeptiert sein. Google arbeitet unter Android schon seit einigen Jahren daran, diese Datensammlung einzuschränken und soll nun wohl den nächsten großen Schritt planen, der unter anderem durch Apples neue Restriktionen befeuert wird.


android 10 dark mode logo

Datenschutz hat für die Masse der Nutzer früher nur eine sehr untergeordnete oder gar keine Rolle gespielt. Kaum einer hat sich dafür interessiert, welche Daten gesammelt, zum Teil dauerhaft gespeichert und ausgewertet werden – sodass viele Unternehmen gläserne Profile ihrer Nutzer besitzen. Doch die Zeiten haben sich geändert, der Datenschutz ist deutlich stärker in das Bewusstsein der Menschen gerückt und es wird häufig hinterfragt, WER da WELCHE Daten WOFÜR sammelt.

Apple hat mit der Einführung der neuen Datenschutzlabel für Furore gesorgt und präsentiert sich selbst seit einiger Zeit als weißer Ritter des Datenschutzes – was unter anderem Google in Schwierigkeiten gebracht hat. Doch Google muss nicht nur auf die veränderten Bedingungen bei iOS reagieren, sondern auch proaktiv bei Android Änderungen vorantreiben, um in diesem sehr wichtigen Bereich auf Augenhöhe mit dem größten Konkurrenten zu sein.

Laut einem Bloomberg-Bericht soll man derzeit große Änderungen in Android planen, die das Datensammeln und Tracking innerhalb der Android-Apps deutlich einschränken oder für den Nutzer transparenter machen sollen. Aktuell befindet man sich noch in der Planungsphase, könnte aber im Laufe der Android 12-Vorabversionen bereits erste Anpassungen durchführen.




Laut dem Bericht soll Googles Lösung nicht ganz so restriktiv sein wie Apples Umsetzung, aber wohl doch deutlich weiter gehen als bisher. Dazu muss man natürlich sagen, dass Google schon seit einigen Jahren die Daumenschrauben immer stärker anzieht und den Entwicklern Möglichkeiten und Flexibilität nimmt – auch in puncto Datenschutz und Tracking. Den wirklich großen Schritt hat man aber noch nicht gemacht.

Vielleicht ist auch das neue Android 12-Feature zur Traffic-Einschränkung schon ein Teil dieser neuen Bemühungen, es würde zumindest sehr gut dazu passen. Vermutlich wird es aber auch daraus hinauslaufen, dass Apps sehr transparent angeben müssen, welche Daten sammeln und wofür sie diese benutzen – ähnlich zu Apples Lösung. Fraglich allerdings, wer das kontrolliert und ob Googles ohnehin schon überforderte Algorithmen damit nicht endgültig überlastet werden.

Natürlich ist das für Google auch ein zweischneidiges Schwert, denn das Tracking und Datensammeln ist ein Grundpfeiler des Geschäftsmodells. Zwar ist Google seit vielen Jahren sehr transparent, nutzt aber auch immer wieder clevere Formulierungen und Hebelchen, um den Nutzern nicht die ganze Wahrheit direkt vor Augen zu führen. Und wenn die Google-Apps am Ende mit der längsten Tracking-Liste darstehen, die wohl nur von Facebook überboten werden könnte, könnte das einige Nutzer zum Nachdenken anregen.

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[9to5Google]


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comment 2 Kommentare zum Thema "Android: Google orientiert sich an Apple und will weniger Daten sammeln & das Tracking einschränken (Bericht)"

  • Google ist ja nur einer, der Tracking betreibt. Viel schlimmer finde ich das immer noch riesige Cookie Unwesen. Man muss sich nur mal die Liste der Anbieter bei einer beliebigen Webseite anschauen – das sagt alles. Aber überall dem “berechtigten Interesse” widersprechen, wenn das überhaupt geht, ist auch extrem mühsam.

  • Google ist die , mit abstand, grösste Datenkrake der Welt. Welche GoogleApps standardmässig Daten eines Smartphones an Googleserver weiterleiten, ist fast “kriminell”… Oft stellt man fest, dass das eigene Smartphone nur eine Leihgabe Googles ist….Oft werden die Apps so gehalten , das man dies oft garnicht DEaktivieren kann….Und WENN man diese DEaktiviert oder löscht, funktionier das Eigene, gekaufte und bezahlte Smratphone nicht mehr und stürzt ab und muss neu aufgesetzt werden.
    Das es in Android KEINE Funktion gebt, die eine komplette Datensicherung auf dem Eigenen PC zulässt (Wer ist den so dumm & vertraut Google seine privaten Daten an ? ) muss man das Smartphone dann Neu aufsetzten. Davor schrecken viele zurück..Und das weiss Google und nutzt es aus….

    Cookies die Webseiten zulassen wollen (WEM gehört eigentlich der Rechner, der von Anderen genutzt wird, um darauf Daten abzulegen ????) lassen sich oft durch einen PrivateMode eines (NICHT GOOGLE ) Browsers schnell wieder löschen. Zudem kann man ein LIve System nutzen wenn man im Netz unterwegs ist . Da werden Cookies ohnehin NIE dauerhaft gespeichert. Zuden kann man im BS Links Sperren. Besonders zu GoogleAnalaysetools. Und natürlich auch zu “Kinderseiten” wei FB,Twitter & co…

    Ach so nochwas. Google hat keinen Respekt vor Menschen.Wie lässt sich sonst das primitive, anbiedernde Duzen erklären ? Kein Profi Duzt seine Kunden ungefragt…..Google hält sich halt für Gottähnlich…

    Aber die Zeichen lassen sich bereits erkennen, wann es BS OHNE Googleschnüffelfunktionen (von denen viele Illegal sind) geben wird. Huawei hat schonmal den Anfang gemacht….Was für ein Glück für die Nutzer…

Kommentare sind geschlossen.