Versteckte Speicherfresser: Google Drive testet Auflistung von ausgeblendeten Backup-Dateien

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Viele Android-Apps bieten eine Backup-Funktion an, mit der die Daten des Nutzers in der Cloud gesichert und zu einem späteren Zeitpunkt wiederhergestellt werden können. Einige dieser Apps verwenden dafür eine spezielle Funktion des Google Drive, dass das ablegen und verwalten solcher Backups ermöglicht und diese zuverlässig speichert. Jetzt wird endlich auch eine Funktion eingeführt, mit der der Nutzer sich diese Backups ansehen kann.


Das Backup über das Google Drive ist sowohl für den Nutzer als auch für den App-Entwickler sehr praktisch: Der Nutzer profitiert davon, dass er nicht noch in einem weiteren Angebot seine Daten angeben und seine Dateien hochladen muss, und der App-Entwickler spart sich natürlich die möglicherweise benötigte gewaltige Infrastruktur mit entsprechendem Speicherplatz und Traffic. Aus diesen Gründen erfreut sich diese Möglichkeit immer größerer Beliebtheit.

Der Nutzer kann zwar selbst darüber entscheiden, ob seine Daten im Google Drive gesichert werden sollen, aber damit hört die Kontrolle dann schon wieder auf. Im Normalfall kann der Nutzer weder sehen, welche Dateien hochgeladen und gesichert werden, noch kann er den dafür benötigten Speicherplatz sehen. Da auch diese Backups vom Speicherplatz des Nutzers abgehen, ist dies aber auf lange Sicht ein wichtiger Wert.

Bei einigen Nutzern taucht nun in der Hauptnavigation der neue Eintrag „Backups“ auf, in dem dann alle gespeicherten Backups aufgelistet werden. Die einzelnen Einträge werden mit dem Titel aufgelistet und geben bei einem Klick einige weitere Informationen preis: Handelt es sich um ein Smartphone-Backup, kann man etwa sehen wie viele Apps dort enthalten sind und wie viel Speicherplatz sie benötigen. Bei speziellen Anbietern wie WhatsApp gibt es auch noch zusätzliche Informationen über das Backup (siehe oben) und der Zeitpunkt des letzten Updates.



WhatsApp dürfte wohl eine der prominentesten Apps sein, die das Drive-Backup verwendet. Gleichzeitig kann die App der Facebook-Tochter aber auch sehr schnell den Speicherplatz des Nutzers belegen. Wer alle Bilder und Videos ständig sichern lässt, kann schon sehr schnell an die Gigabyte-Grenze bekommen. Allein WhatsApp kommt bei mir auf über 2 GB – und da es keine Möglichkeit für eine zeitliche Löschung gibt, wird das im Laufe der Zeit eher noch schlimmer statt besser.

Wer die Übersicht noch nicht hat, kann sich den von Apps benötigten Speicherplatz auch auf einem andere Wege schon jetzt sehen: Ruft dafür einfach die Einstellungen und dann die Verwalteten Apps auf. Dort werden dann alle Apps mit Zugriff auf das Drive inklusive dem benötigten Speicherplatz angezeigt. Einen direkten Zugriff auf die gesicherten Dateien gibt es aber weder mit der neuen noch mit der alten Methode. Da ein solcher Zugriff einer App-Manipulation gleicht, wird es diesen Zugriff aber wohl auch in Zukunft nicht geben.

[AndroidPolice]


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