Google Play Services 7.8: Neue Face-API ermöglicht umfangreiche Gesichtserkennung für App-Entwickler

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Schon vor einigen Wochen hat Google die Play Services 7.8 vorgestellt, die eine ganze Reihe neuer Location-Funktionen mit sich bringen. Jetzt ist der Rollout beendet und sollte auf allen Android-Smartphone installiert sein, so dass Google nun auch noch einige weitere Funktionen ankündigt, die bereits bei allen Nutzern zur Verfügung stehen. Dabei handelt es sich um eine Face API, mit der Gesichter sehr umfangreich erkannt, ausgelesen und auch einige Parameter daraus abgeleitet werden können. All diese Funktionen stehen nun jedem Entwickler zur Verfügung.


Die Play Services 7.8 bringen eine ganze Reihe von Nearby-Funktionen mit sich, die es ermöglichen Geräte in der Nähe zu finden und deren Nachrichten zu senden. Außerdem kann die Genauigkeit durch den Einsatz von Beacons erhöht werden, es können Trusted Places für die Sperrung des Smartphones hinzugefügt werden und mit einer verbesserten On Body-Detection soll das Smartphone sehr einfach feststellen können, ob es sich in der Hand des Nutzers befindet oder nicht. Doch mit all diesen Änderungen ist das Update noch längst nicht am Ende, wie Google nun mitteilt.

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Es stehen noch zwei weitere neue APIs in den Play Services ab der Version 7.8 bereit: Einmal die Barcode API, mit der Strichcodes eingelesen und ganz einfach erkannt werden können. Dabei ist es vollkommen egal wie weit das Smartphone geneigt ist und in welchem Winkel es gehalten wird. Doch viel interessanter ist die neue Face API, die das gleiche Kunststück auch mit Gesichtern beherrscht. Diese können zuverlässig erkannt werden, egal wie das Smartphone geneigt ist, in welchem Winkel sich das Gesicht befindet und ob der Mensch sich bewegt. Die API kann Gesichtern sowohl auf Fotos als auch in Videos erkennen, und hat dabei auch kein Problem wenn es mehrere Gesichter auf einem Foto gibt.

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Doch mit der Erkennung ist noch längst nicht schluss: Die API kann ebenfalls Informationen zu einzelnen Teilen des Gesichts zurückgeben, so dass der Entwickler mit einem Funktions-Aufruf erfahren kann, wo sich die Nase, der Mund, die Ohren und auch die Augen befinden. Und zu einigen dieser Gesichtsteile lassen sich dann auch noch weitere Informationen herauslesen: So kann der Entwickler nun feststellen, ob und welches der beiden Augen geöffnet oder geschlossen ist und auch ein Lächel-Index wurde eingeführt: Die API kann auf einer Skala von 0,1 bis 1,0 zurück liefern, wie stark die Person auf dem Foto lächelt.



All diese Informationen lassen sich auch innerhalb von Videos ständig live abfragen und haben auch hier kein Problem mit mehreren Personen. Jedem Gesicht wird dabei eine ID zugeordnet, so dass eine App diese Person nun auch in einem laufenden Video sehr gut tracken und ständig die Informationen über den „Status des Gesichts“ auslesen kann. Viele Apps haben eine solche Funktion schon bereits selbst implementiert, aber gerade kleinere Entwickler dürften nicht die entsprechenden Ressourcen dafür haben und können nun über die Play Services ebenfalls auf solch eine Technologie zugreifen.

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Google weist bei der API darauf hin, dass es sich um eine „Face Detection API“ und nicht um eine „Face Recognition API“ handelt. Das heißt, dass das Gesicht zwar erkannt und ausgelesen werden kann, aber eben keiner bestimmten Person zugeordnet werden kann. Auch das Erstellen eines Profils ist nicht möglich und wohl auch nicht gewünscht – vor allem zum Schutz des Nutzers. Da die Play Services Version 7.8 bereits auf allen Smartphones ausgerollt worden ist, können Entwickler diese Funktionen ab sofort nutzen.

» Ankündigung im Android Developers Blog



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