Nach 7 Jahren: Google einigt sich mit US-Verlegerverband über Books

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Bereits seit über 7 Jahren laufen in einigen Ländern der Welt Klagen und Streitigkeiten über Google Books und zumindest in den USA scheint es nun endgültig zu einer Einigung gekommen zu sein. Das Prinzip basiert auf der bekannten YouTube-Lösung: Die Verlage können den Content sperren oder monetarisieren.


Im Oktober 2005 gab es die erste Klage des US-Verlegerverbandes gegen Google Books, worauf hin der Buch-Scan für einige Tage unterbrochen werden musste und im November 2005 wieder aufgenommen werden konnte. Im November 2009 sah es dann nach einer Einigung aus, welche allerdings nach 3 Monaten auch schon wieder ihre Gültigkeit verloren hatte – mehr dazu: Google Books Settlement.

Verleger profitieren
Die jetzt erzielte Einigung sieht vor, dass die dem Verband angehörenden Verleger jederzeit die Möglichkeit haben ihre Werke aus Googles Datenbank zu entfernen. Als zweite Option können die Verleger ihre Werke auch über die dazugehörige Books-Seite verkaufen – womit dann wieder beide Seiten profitieren. Außerdem hat jeder Verleger die Möglichkeit sich individuell mit Google zu einigen.

Während eBooks immer mehr auf dem Vormarsch sind, hatten die Verleger kaum eine andere Möglichkeit als sich mit Google auf diese Weise zu einigen. Der Streit mit der US-Autoren-Vereinigung läuft dagegen immer noch weiter und dürfte so schnell nicht vor einer Einigung stehen. Googles Angebot von bis zu 300 Dollar pro Buch lief ins Leere.

Im Laufe der Zeit hat sich das Angebot stark gewandelt: Anfangs hieß der Service noch Google Print, und wurde dann in Google Book Search und anschließend in Google Books umbenannt. Auch das Angebot von der reinen Zugänglichkeit eingescannter Bücher wurde im Laufe der Zeit auf den Verkauf von eBooks ausgeweitet. Das reine scannen von Bücher, mit dem Google nie glücklich wurde, ist mittlerweile stark in den Hintergrund gerückt.

» Ankündigung der Verleger-Vereinigung

[heise]


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