100jähriges Google-Experiment soll Mitarbeiter-Zufriedenheit steigern & Googles Goes Dark

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Kaum ein Unternehmen ist so sehr für die Sammlung und Auswertung von Daten bekannt wie Google, bei den eigenen Angestellten geht man nun aber noch einmal einen Schritt weiter als bei den Nutzern: Seit etwa einem Jahr läuft intern ein Projekt, mit dem das Wohlbefinden der Angestellten gemessen und optimiert werden soll. Dieses schließt über 4000 Mitarbeiter ein und hat eine geplante Laufzeit von 100 Jahren (!).


Google wurde schon mehrmals zum weltweit besten Arbeitgeber gewählt und findet sich in jedem Jahr wieder zumindest in den Top 10 dieser Aufstellungen. Dies liegt nicht nur an den Spielplatzbüros weltweit sondern auch an den vielen Annehmlichkeiten die man seinen Mitarbeitern zukommen lässt, wie etwa Gratis Geräte, Fahrräder und ähnliche Goodies. Eben diese Zufriedenheit soll nun gemessen und noch weiter gesteigert werden.

Google Tel Aviv

Vor gut einem Jahr wurde zu diesem Zweck eine Studie gestartet, in der anonym Daten von über 4.000 Mitarbeitern gesammelt werden. Wie diese Daten gesammelt werden und welche Informationen genau ausgewertet werden, hat man nur sehr ungenau mitgeteilt: Es sollen sowohl persönliche Befindungen aus dem Arbeitsleben als auch die Zufriedenheit zu Hause gemessen und bewertet werden – eventuell anhand eines täglich auszufüllenden Fragebogens.

Von diesem Experiment, das nicht weniger als 100 Jahre laufen soll, verspricht sich Google nicht nur noch zufriedenere Mitarbeiter, sondern auch die Steigerung der Attraktivität als Arbeitgeber und damit eine noch höhere Effizienz und Leistungsbereitschaft im eigenen Unternehmen. Ob man das Experiment tatsächlich 100 Jahre laufen lassen wird, werden wir wohl alle nicht mehr mitbekommen – und auch ob Google 2113 noch existiert ist ja nicht in Stein gemeißelt – aber ein ambitioniertes Projekt ist es auf jeden Fall. Die Teilnahme der Mitarbeiter ist dabei laut eigenen Aussagen freiwillig und anonym.



Google Goes Dark

In Irland hingegen geht man fast schon den umgekehrten Weg: Dort hat man in einer Zufriedenheitsumfrage herausgefunden, dass fast 2/3 der Mitarbeiter auch zu Hause nicht abschalten können und oftmals an die Arbeit denken. Da dies die wertvolle Freizeit erheblich einschränkt, hat man nun ein Projekt mit dem Titel „Google Goes Dark“ gestartet, dass dieser Verbundenheit zur Arbeit zumindest theoretisch verringern soll.

Angestellte können ihre Arbeits-Geräte, also Smartphones, Tablets, Laptops & Co. auf dem Weg nach Hause direkt abgeben und haben so gar keine Möglichkeit mehr auf das Arbeitsnetzwerk zuzugreifen bzw. sind auch für das Unternehmen nicht mehr erreichbar. Auch dieses Projekt ist wieder vollkommen freiwillig, dürfte aber sicherlich gerade von einigen Burnout-Gefährdeten Mitarbeitern dankend angenommen werden.

[The Verge & 9to5Google]



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