Google Maps: Navigation und Routenplanung warnen nun vor möglichen Verspätungen an Bahnübergängen

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Die Google Maps Routenplanung führt die Nutzer nicht nur (meistens) auf dem schnellsten und sichersten Weg zum Ziel, sondern kann recht genau prognostizieren, wie viel Zeit dieser Weg in Anspruch nehmen wird. Weil sich allerdings nicht alle Hindernisse exakt prognostizieren lassen, wird nun eine neue Warnung für Bahnübergänge getestet. Nutzer werden darüber informiert, dass dort längere Wartezeiten entstehen könnten. Klingt logisch, ist aber dennoch sehr praktisch.


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In Vergleichstests schneidet die Google Maps Routenplanung in puncto prognostizierter Ankunftszeit regelmäßig sehr gut ab und erobert nicht selten den Spitzenplatz. In welchem Umfang verfügbare Informationen wie die Stau-Wahrscheinlichkeit, Durchschnittsgeschwindigkeit oder auch Ampelphasen mit hereinspielen, ist allerdings nicht vollständig bekannt. Stau lässt sich recht gut prognostizieren und Ampelphasen theoretisch auch. Die dafür notwendigen Daten besitzt Google aufgrund der Masse an Bewegungsverläufen auf jeden Fall.

Aber nicht nur Ampeln können Zeit kosten, sondern auch Bahnübergänge. Logisch, wenn der Schranken unten ist, kann die Wartezeit schon mal mehrere Minuten betragen. Das hängt natürlich ganz davon ab, welches Schienenfahrzeug dort verkehrt. Ein ÖPNV rauscht meist recht schnell vorbei und wird nur eine kurze Schließphase benötigen. Bei Gütertransporten hingegen geht der Schranken bekanntlich auch mal mehrere Minuten vor dem Eintreffen des Zuges herunter, dieser fährt gefühlt in Schrittgeschwindigkeit (nur gefühlt) vorbei und kommt auf mehrere Hundert Meter Länge. Das sollte man gerade bei einem engen Zeitplan natürlich einplanen.

Auf folgendem Screenshot könnt ihr sehen, dass die Google Maps Routenplanung bei den ersten Nutzern nun eine entsprechende Warnung einblendet, dass sich die Wegzeit verlängern könnte. Wer täglich auf dem Weg zur Arbeit über Bahngleise fährt, wird irgendwann ein Gefühl dafür entwickeln, ob und wann der Zug kommt. Für alle anderen Nutzer kann das aber sehr praktisch sein.




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Dass eine Wartezeit entstehen kann, ist jedem klar. Viel praktischer ist für mich die Tatsache, dass man überhaupt auf das Überqueren der Gleise hingewiesen wird, was bei der normalen Routenplanung je nach Streckenlänge ja sonst gar nicht sichtbar wird. Es geht also viel mehr um die Information des Vorhandenseins und weniger um die logische Konsequenz. Sonst müsste man ja auch vor Ampeln “warnen”, deren Schaltung als Autofahrer kaum vorhersehbar ist.

Vielleicht wird dieses Feature, das bisher nur bei wenigen Nutzern sichtbar wird, in Zukunft verbessert: Gerade bei Bahngleisen mit reinem ÖPNV-Verkehr sollte Google Maps theoretisch dazu in der Lage sein, exakt zu prognostizieren, wann die Schranke geschlossen ist und wann nicht. Immerhin besitzt die Kartenplattform zahlreiche Live-Daten der Züge, der Passagiere und auch der wartenden Autofahrer. Und weil der ÖPNV eine immer größere Rolle spielt, wäre das ein denkbar praktisches Feature für die Routenplanung, dass die Konkurrenz in der Form kaum nachbauen kann.

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[Reddit]


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