Strike! YouTuber aufgepasst – YouTube führt ab Montag ein neues Strike-System inklusive Vorwarnung ein

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Aktuell sorgen die möglichen Konsequenzen der Uploadfilter bei YouTube für Diskussionen, aber bekanntlich wird schon jetzt sehr genau überwacht, was die Nutzer zu Googles Videoplattform hochladen. Verstößt ein Kanal gegen die Richtlinien, fängt er sich einen „Strike“ ein und steht bereits mit einem Bein im virtuellen YouTube-Knast. Das wird sich ab nächster Woche ändern, denn YouTube führt ein neues, entschärftes, System ein.


Auch wenn es die EU-Abgeordneten nicht glauben möchten, hat YouTube schon jetzt ein starkes Filtersystem, mit dem jeder Nutzer zufrieden sein kann. Zum einen gibt es das Content ID-System, zur Erkennung von Urheberrechtsverletzungen, aber auch die strengen Richtlinien werden konsequent umgesetzt und der Kanal bei wiederholten Verstößen komplett gesperrt. Um dem Ganzen ein bisschen die Härte zu nehmen, wird nun eine Vorstufe eingeführt.

YouTube setzt bereits seit den frühen Tagen der Plattform auf ein Strike-System. Verletzt der Nutzer die Richtlinien, verliert er einige Möglichkeiten in seinem Kanal. Lässt er sich dann innerhalb von 90 Tagen erneut etwas zu Schulden kommen, verschärft sich die Strafe. Beim dritten Verstoß innerhalb kürzester Zeit wird der Kanal dann „terminiert“. Grundsätzlich wird das auch in Zukunft so sein, allerdings mit einer zusätzlichen Vorstufe.

Ab dem 25. Februar gibt es zusätzlich eine erstmalige und auch einmalige Warnung bei einem Verstoß gegen die Richtlinien. Dieser Verstoß zieht keine Konsequenzen nach sich und ist, nachdem sich der Nutzer erneut über die Richtlinien informiert hat, praktisch niemals geschehen. Das betroffene Video wird aber natürlich dennoch gesperrt. YouTube hält das für ausreichend, da die aktuellen Statistiken zeigen, dass es nur sehr wenige „böse Buben“ unter den Nutzern gibt und diese sich auch zum großen Teil geläutert zeigen.

Lediglich 2 Prozent aller Nutzer begehen überhaupt einen Verstoß gegen die Richtlinien. Von diesen 2 Prozent, die bisher einen ersten Strike kassiert haben, bekommen lediglich 6 Prozent noch einen weiteren Strike. Sprich: 94 Prozent aller 2 Prozent der Nutzer, die überhaupt einen Strike kassieren, verhalten sich danach korrekt.



Kommt es nach dieser ersten Warnung dann zu weiteren Verstößen, greift das Strike-System, das ebenfalls leicht angepasst wird und nun jeweils folgende Konsequenzen nach sich zieht:

  • Erste Verwarnung: Bei Konten, die eine Verwarnung wegen eines Verstoßes gegen die Community-Richtlinien erhalten haben, ist möglicherweise die Livestreaming-Funktion deaktiviert. Wenn das auf dein Konto zutrifft, ist es dir auch nicht gestattet, mit einem anderen Kanal auf YouTube live zu streamen. Das gilt so lange, bis die Einschränkung deines Kontos aufgehoben wird. Verstöße gegen diese Einschränkung gelten gemäß unseren Nutzungsbedingungen als Umgehung und können zur Kündigung deines Kontos führen.
  • Zweite Verwarnung: Falls dein Konto innerhalb von drei Monaten zwei Verwarnungen wegen Verletzung der Community-Richtlinien erhält, kannst du zwei Wochen lang keine neuen Inhalte auf YouTube veröffentlichen. Solange keine weiteren Probleme auftreten, erhältst du nach Ablauf dieser zwei Wochen wieder alle Standardberechtigungen. Jede Verwarnung bleibt in deinem Konto und verfällt jeweils drei Monate nach ihrer Erteilung.
    Hinweis: Wenn die Verwarnung auf einen Verstoß gegen unsere Thumbnail-Richtlinien zurückzuführen ist, kannst du bis zu 30 Tage lang keine benutzerdefinierten Thumbnails mehr nutzen.
  • Dritte Verwarnung: Sollte dein Konto innerhalb von drei Monaten drei Verwarnungen wegen Verletzung der Community-Richtlinien erhalten, wird es gekündigt.

Ob dieses neue System etwas mit den Uploadfiltern zu tun haben, die unweigerlich zu gigantischen Massen an Sperrungen führen würden, verrät YouTube in der Ankündigung nicht.

» Ankündigung im YouTube Creators Blog

Siehe auch
» Android Auto: YouTube Music lässt sich jetzt endlich auch im Auto nutzen (Screenshots & APK Download)


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