Edelweiß: Google-Doodle zu Ehren der symbolträchtigen Alpenblume

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Heute ehrt Google auf der Startseite keine bekannte Person der Geschichte mit einem Doodle, sondern verschreibt sich ganz dem Edelweiß – genauer gesagt dem Alpen-Edelweiß, oder auch lateinisch Leontopodium nivale. Heute vor 234 Jahren, am 5. März 1784, wurde die Pflanzenart erstmals mit diesem Namen erwähnt und kann somit als Geburtsstunde der symbolträchtigen Alpenblume gesehen werden. Das Doodle zu diesem Ereignis ist mal wieder ein Hingucker.


Google Doodle zu Ehren des Edelweiß

Auf den ersten Blick könnte man denken, dass heute ein von Oma gestrickter Pullover mit einem Google-Doodle geehrt wird – aber soweit geht man dann doch nicht. Geehrt wird heute das Alpen-Edelweiß, das gleich auf mehrere Arten auf dem Doodle dargestellt ist. Die einzelnen Elemente in Form von Kreuzen stellen die Blüte der Edelweiß-Pflanze da. Aus diesen Kreuzen wird dann das Bild von drei Edelweiß-Pflanzen in der Alpenregion geformt. Und natürlich ist auch der Google-Schriftzug wieder zu sehen, der sich im Gras unter den Pflanzen versteckt. Das heutige Doodle wurde von Rita Fürstenau entworfen.

Erstmals mit der Bezeichnung „Edelweiß“ erwähnt wurde die Pflanze in einem Brief des Österreichischen Hofkammerdirektors Karl Ehrenbert Ritter von Moll, aber die Gattung war auch schon vorher bekannt. Damals wurde sie in Österreich auch „Bauchwehbleamel“ genannt, die Engländer nannten sie übersetzt „Ewiglebende“, in Italien war es die „Felsenblume“, in Ungarn die „Papierblume mit Kragen“ und in der Schweiz trug sie den schönen Namen „Katzendäpli“. Ich denke, mit der Bezeichnung Edelweiß kann man ganz zufrieden sein 😉

Die Blütezeit reicht von Juli bis September. Fünf bis fünfzehn weiß glänzende Hochblätter formen einen mehrzackigen Stern und umgeben den eigentlichen Blütenstand. Die zwei bis zwölf gleichartigen körbchenförmigen Teilblütenstände enthalten jeweils 60 bis 80 weißgelbe Röhrenblüten. Die sehr schmalen Röhrenblüten am Rand sind weiblich. Sie werden auch Fadenblüten genannt. Weiter einwärts stehen größere männliche Röhrenblüten. Da der funktionslose Griffel noch vorhanden ist, können die Blüten zwittrig erscheinen.



Das Alpen-Edelweiß ist vor allem als Heilkraut bekannt und gilt bis heute als Wundermittel gegen Bauchschmerzen.

Das Alpen-Edelweiß wurde bereits traditionell als Heilkraut genutzt und mit Milch und Honig gekocht gegen Bauchschmerzen verwendet. Diese Nutzung hat sich auch in dem bayerischen Volksnamen „Bauchwehbleaml“ (Bauchwehblümchen) niedergeschlagen. Auch wurde es von den Bergbewohnern als haltbare Blume („ewige Blume“) bei Trockensträußen genutzt.
 
Extrakte aus den Blättern des Alpen-Edelweiß finden auf Grund des hohen Gehaltes an Antioxidanzien Anwendung in der Kosmetik als Feuchtigkeitspflege und UV-Schutz für Anti-Aging Produkte und Sonnencremes. Edelweiß wird daher in den Schweizer Alpen landwirtschaftlich kultiviert und befindet sich auch als Zusatz in Bier, Tee und Likör.

Das Edelweiß hat in den DACH-Ländern eine so große Bedeutung dass es sehr häufig auch als Symbol verwendet wird. Hier nur ein kleiner Auszug:

Deutschland:
Logo des deutschen Alpenvereins, Heeresbergführerabzeichen der Bundeswehr, Zeichen der Bergwacht, Funkname der Bayerischen Polizeihubschrauber

Österreich:
Logo auf der Rückseite der 2 Cent-Münze, Symbol auf den Feldkappen des Bundesheeres, Logo des Bergrettungsdienstes

Schweiz:
Rangzeichen der Armee-Generäle, Logo des Schweizer Tourismus, Logo auf der Rückseite des Fünffrankenstücks

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Einige frühe Entwürfe des Doodles

Google Doodle Edelweiß Entwurf 1

Google Doodle Edelweiß Entwurf 2

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[Wikipedia]


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