Google Music für alle in den USA

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Google Music wurde als Beta im Mai vorgestellt. In den letzten sechs Monaten hat Google weitere Verbesserungen vorgenommen und bietet nun Google Music für alle in den USA auch ohne Einladung an. Wann es international angeboten wird, ist offen.

Zunächst blickte man ein wenig zurück. Die Beta hat eine Million Nutzer und diese haben im Schnitt 2,5 Stunden Musik am Tag gehört. Im Mai waren es rund 100 Millionen aktivierte Android-Smartphones, heute sind es über 200 Millionen. Weiterhin stellte Google fest, dass neue Musik sehr schnell bei Google Music hinzugefügt wurde.

Daher arbeitet man mit einigen großen Labels und vielen kleinen zusammen, um das direkte Hinzufügen von Musik zu ermöglichen. Die gekaufte Musik kann man übrigens danach als MP3 herunterladen und mit seinen Freunden teilen. Teilt man einen Song oder ein Album über Google+, dann können diese den Song einmalig einmal komplett anhören. Dies gilt auch für Alben.

Nutzer können ihre eigene Sammlung hochladen. Das Limit aus der Beta bleibt bei 20.000 Songs bestehen, aber im Gegensatz zu anderen Äußerungen wird das Streamen dieser Menge nichts kosten.

Im Market von Android kann man Songs kaufen. Diese verfügen über eine 90 Sekunden Vorschau. Auf der Webseite gibt es jeden Tag ausgewählten Song kostenlos. Android 2.2 muss mindestens installiert und der Market muss  aktualisiert sein. Der Uploader bekommt in den nächsten Stunden ein Update, der dann wohl auch den Download der gekauften Songs ermöglicht.

Bei den Labels sind neben zahlreichen kleinen auch drei große dabei: EMI, Sony Music und Universal. Aktuell sind es circa 8 Millionen Songs, weitere sollen in den nächsten Monaten folgen und die Zahl auf 13 Millionen erhöhen.

In Google Music wird es einige Songs auch exklusiv geben. Mit dabei sind etwa die Rolling Stones mit Live-Mitschnitten von sechs Konzerten, Coldplay stellt 5 Tracks zur Verfügung und der Rapper Busta Rhymes hat ein neues Album heute auf Google Music veröffentlicht. Weitere Künstler wie Shakira stellen ebenfalls Konzertmitschnitte zur Verfügung.

Kunden von T-Mobile USA können Songs bald schon per Telefonrechnung bezahlen und auch diese Kunden bekommen exklusive Songs.

!Google Music artists hub“ ermöglicht es kleinen Gruppen ohne Label ihre Songs dennoch einer großen Menge an Nutzern anzubieten. Für einmalige 25 Dollar können sie ihre Songs anbieten und auch verkaufen. Wenn ich es richtig verstanden habe, dann bekommen die Künstler 70% des Umsatzes. Auch hier kann der Song von Freunden einmalig komplett gehört werden.

Wahrscheinlich wird die Veranstaltung in wenigen Stunden hier auf YouTube als Aufzeichnung zur Verfügung stehen.

comment ommentare zur “Google Music für alle in den USA

  • damit ist und bleibt iTunes ungeschlagen, besonders mit dem neuen Service seit gestern: miserable Qualität hochladen und 320kbit Qualität gratis herunterladen. Super, Apple! Schade, Google.

  • Wäre interessant zu wissen, ob der Speicher den man bei Google jährlich abonnieren kann auch auf Google music verfügbar ist

    • Na ja der Speicher in Google Music wird in der Anzahl der Titel und nicht in Speicherplatz bemessen. Von daher würde ich deine Frage jetzt einfach mal mit nein beantworten.

  • Pingback: NextBiG
  • Und das Kostenmodell, wie sieht das aus?Iwie hab ich den Eindruck Google will derzeit bei allem was andere erfolgreich umgesetzt haben mitmischen, quasi nach dem Motto „Hauptsache überall dabei“…werden, meiner Meinung nach, aber noch ordentlich auf die Fresse fallen. Sieht man ja auch am beispiel G+. Jetzt gibt es zwar die Google+ Firmenseiten aber soooooo viele Brands sind da bisher noch nicht vertreten….udn an „normalen“User, welche wirklich aktiv sind, fehlt es auch noch…naja, mal abwarten wie sich das alles entwickelt.

    • Ein SN muss sich selber entwickeln. Der Anbieter muss nur die Basis dazu bieten. Entweder es wird „angenommen“, und fängt an sich zu „verselbstständigen“, oder eben nicht. Ich denke die „Firmenseiten“ bei Google+ sind ein wichtiger Schritt gewesen, der evtl. hätte früher kommen können.

      Aber die Aktivität ist nach eigenen Befinden seitdem schon durchaus höher.

  • Hat jemand eine Idee wie man in Deutschland als ehemaliger GMusic Beta Nutzer Zugang zum Shop bekommt?

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