Self Driving Car Monatsbericht: Googles Fahrzeuge üben die Drei-Punkt-Wendung & Erneuter Unfall

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Nahezu monatlich veröffentlicht das Team hinter dem Google Self Driving Car einen Bericht über die vergangenen Wochen und bespricht in diesen aktuelle Herausforderungen, neue Probleme und natürlich auch aufgetretene Unfälle. In diesem Monat bezieht sich der Bericht hauptsächlich auf die Drei-Punkt-Wendung und dessen Unterschiede zwischen Menschen und Algorithmen und es wird auch wieder über einen kleinen Verkehrsunfall berichtet.


Der Report für den Monat Oktober beginnt mit der üblichen Auflistung der im Einsatz befindlichen Fahrzeuge und deren zurückgelegter Kilometer. Im Oktober waren 24 Lexus RX450h SUVs und 34 Google Cars auf den Straßen unterwegs, die etwa 40.000 Kilometer pro Woche zurück legen. Die neuen Chrysler Pacifica sind in der Auflistung noch nicht enthalten, dürften sich aber schon bald auf den Weg querdurch die USA machen.

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Die selbstfahrenden Fahrzeuge sind nicht nur mit normalen Fahrten auf den Straßen unterwegs, sondern müssen natürlich auch kompliziertere und herausfordernde Situationen meistern und lösen – und tatsächlich gehört die Drei-Punkt-Wendung dazu: Dabei geht es schlicht und ergreifend darum, dass Fahrzeug in höchstens drei Schritten zu wenden – und das auch mit einigen Hindernissen oder beengten Platzverhältnissen. Dabei gibt es tatsächlich einen großen Unterschied zwischen Mensch und Algorithmus.

Pro Woche trainieren die Self Driving Cars bis zu 1000x diese Situation, die sich meist wie auf obigem Screenshot abspielt: Die Algorithmen berechnen den besten Weg und den menschlichsten Weg zum wenden. Der beste Weg ist mit Abstand der Kürzeste, aber diesen würden eben nur die wenigsten Menschen wählen. Der Mensch tendiert eher dazu, nach vorne zu fahren und nicht den Rückwärtsgang einzulegen. Wie man sieht ist die Berechnung des Kurvenradius nicht immer ganz so einfach und ein Mensch müsste möglicherweise auch bei dieser Kurve noch einmal neu ansetzen.



Da die Fahrzeuge viele viele Jahre (und vermutlich für immer) auch gleichzeitig mit menschlichen Fahrern auf der Straße unterwegs sein werden, ist es das Ziel die Fahrweise möglichst menschlich zu gestalten und nicht unbedingt immer den mathematisch besten Weg zu wählen. Die Drei-Punkte-Wendung gehört genau dazu und macht es einem nachfolgenden Fahrer einfacher, zu verstehen was das Fahrzeug tun wird.

Außerdem geht aus dem Bericht hervor, dass es im Oktober wieder einen kleinen Unfall gab: Während das Google-Fahrzeug gerade nach einem Stoppschild an einer Kreuzung wieder Fahrt aufnehmen wollte und bereits mit 3 km/h unterwegs war, fuhr ein anderes Fahrzeug mit etwa 6 km/h hinten auf. Es gab nur sehr kleine Schäden an den Stoßstangen der beiden Fahrzeuge, und keine ernsthaften Verletzten oder weitere Folgen. Bei dieser Geschwindigkeit kann man auch kaum von Unfall sprechen, sondern eher von einem Aufroll-Unfall.

» Monatsbericht Oktober



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