Pixel-Kamera schießt Fotos noch vor dem Auslösen: Google erklärt die ‚beste Smartphone-Kamera der Welt‘

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Während der Vorstellung der Pixel-Smartphones hat Google wenig zurückhaltend davon geschwärmt, die „beste Smartphone-Kamera der Welt“ verbaut zu haben und mit dieser völlig neue Maßstäbe zu setzen. Dies ist aber nicht nur der verbauten Hardware zu verdanken, sondern vor allem dem komplexen Zusammenspiel aus den beiden Welten Software und Hardware. Der leitende Entwickler dieser Kamera-Technologie hat nun einen Einblick darin gegeben, wie die Kamera genau funktioniert und wie man diese hohe Qualität in kurzer Zeit erreicht.


Auch in den Pixel-Reviews kommt die Kamera sehr gut weg und die Qualität der Fotos wird von allen Testern in den Himmel gelobt. Laut den sehr ausführlichen Tests, die auch mit viel Fotomaterial belegt sind, erzeugen die Pixel-Smartphones qualitativ höherwertige Bilder als das iPhone und die aktuellen Flaggschiffe von Samsung und den anderen Herstellern – und das auch noch in einer deutlich kürzeren Zeit. Und das ist Googles voller Kontrolle über das Smartphone zu verdanken.

pixel-kamera

Das Zauberwort hinter der Qualität der Pixel-Fotos lautet schlicht und einfach HDR+ und ist dem seit Jahren etablierten HDR-Modus vieler anderer Smartphones sehr ähnlich. Normalerweise benötigen HDR-Fotos eine gewisse Zeit und können mehrere Sekunden auf sich warten lassen – weshalb dieser bei den meisten Nutzern standardmäßig deaktiviert ist und nur bei besonderen Fotos eingeschaltet wird. Genau hier hat Google angesetzt und hält diesen Modus ständig aktiv. Man hat lediglich die Wartezeit weg-optimiert. Und das geht nur aus dem engen Zusammenspiel zwischen Hardware und Software.

The moment you press the shutter it’s not actually taking a shot — it already took the shot. It took lots of shots! What happens when you press the shutter button is it just marks the time when you pressed it, uses the images it’s already captured, and combines them together.

Das Geheimnis liegt also darin, dass die Kamera praktisch die ganze Zeit Fotos aufnimmt und so auch schon Aufnahmen in den Momenten hat, bevor der Nutzer den Auslösen-Button gedrückt hat. So fällt die Wartezeit und die Aufnahme von zusätzlichen Fotos NACH dem drücken des Buttons weg. Auch die Verarbeitung folgt komplett im Hintergrund, so dass der Nutzer weiter arbeiten und noch weitere Fotos schießen kann. Möglich macht dies vor allem auch der verbaute Qualcomm Snapdragon 821 Prozessor, der die dafür nötige Leistung mit sich bringt.



Das ganze funktioniert auch mit schlecht belichteten Fotos, da man einfach aus sehr viel Bildmaterial schöpfen kann und so die beste Qualität zusammenstellen kann:

Mathematically speaking, take a picture of a shadowed area — it’s got the right color, it’s just very noisy because not many photons landed in those pixels. But the way the mathematics works, if I take nine shots, the noise will go down by a factor of three — by the square root of the number of shots that I take. And so just taking more shots will make that shot look fine. Maybe it’s still dark, maybe I want to boost it with tone mapping, but it won’t be noisy. One of the design principles we wanted to adhere to was no.ghosts. ever. Every shot looks the same except for object motion. Nothing is blown out in one shot and not in the other, nothing is noisier in one shot and not in the other. That makes alignment really robust.

Im ausführlichen Bericht bei The Verge gibt es noch mehr technische Informationen und Erklärungen rund um die Kamera. Für Interessierte ein tiefer Einblick in das Zusammenspiel aus beiden Welten, den die Konkurrenz wohl schon sehr bald nachmachen wird.

[The Verge]



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