75 Millionen Downloads in 19 Tagen: Pokémon GO bricht Rekorde in den App Stores

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Seit knapp drei Wochen besteht der Riesenhype um Pokémon GO, der die Smartphone-Welt in Fans und Hasser spaltet. Angesichts dessen rasanter Verbreitung ist es kaum verwunderlich, dass das Spiel derzeit alle Rekorde in den App Stores von Google und Apple knackt und sich in vielen Kategorien an die Spitze setzen wird. Wie eine jetzt veröffentlichte Statistik zeigt, hat es noch nie ein Spiel geschafft innerhalb kürzester Zeit eine so große Nutzerbasis aufzubauen.


Der Hype ist ungebrochen und es gibt wohl kaum mehr einen Menschen, der noch nichts von Pokémon GO gehört hat oder noch niemanden auf der Straße gesehen hat, der gerade auf Monsterjagd ist. Statt Facebook oder Instagram auf den Smartphone-Displays sehe ich in den Öffentlichen Verkehrsmitteln nur noch Pokémon-Screens und begeisterte Menschen, wenn sie denn wieder mal ein neues oder gar seltenes Taschenmonster gefangen haben. Und die Zahlen belegen diesen Hype nun auch ganz offiziell.

pokemon go stat

Die Datenanalysten von SensorTower haben nun eine Statistik herausgegeben, die zwar nur wenig überrascht, aber dennoch sehr beeindruckend ist: Innerhalb von nur 19 Tagen konnte das Spiel 75 Millionen Downloads erzielen. Mittlerweile dürfte die Zahl wohl weit bei über 80 Millionen liegen, denn der Ansturm auf die App ist ungebrochen. Aber die Installationsbasis selbst ist nicht die einzige beeindruckende Zahl, denn noch nie zuvor konnte ein Spiel sich so schnell auf den Smartphone der Nutzer verbreiten.

SensorTower schlüsselt diese Daten einzeln für den Play Store auf: Allein im Play Store wurde die App bis Montag dieser Woche 50 Millionen mal heruntergeladen – wozu sie 19 Tage benötigte. Der bisherige Spitzenreiter war Color Switch, das dafür aber noch 77 Tage benötigte und Slither.io, das immerhin auch 81 Tage für diesen Wert gebraucht hat. Bei all den folgenden Apps werden wir dann schon dreistellig und selbst das bisherige Suchtspiel Candy Crush benötige 112 Tage für diese Zahl.



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Nun muss man allerdings auch noch zwei Dinge beachten, die diesen Wert noch einmal umso erstaunlicher machen: Das Spiel ist derzeit nur in etwa 30 von 100 möglichen Ländern verfügbar – man hätte diese Zahl also möglicherweise noch deutlich schneller erreichen können. Außerdem haben gerade in Deutschland und Frankreich viele (Millionen?) Nutzer die APK-Datei direkt heruntergeladen, bevor die App hierzulande zur Verfügung stand. Auch diese Downloads zählen nicht mit herein und schrumpfen den Wert noch weiter.

Gefühlt dürften deutlich mehr als 75 Millionen Nutzer Pokémon GO auf ihrem Smartphone installiert haben und es dürfte wohl noch höchstens bis zum kommenden Wochenende dauern, bis die Anzahl von 100 Millionen Downloads vermeldet werden kann. Niantic hält sich allerdings mit offiziellen Zahlen bedeckt und hat nur verlauten lassen, dass man von diesem extremen Hype sehr überrascht war und die Server unter Volllast laufen.

Um den Hype noch möglichst lange aufrecht zu erhalten hat man auch gleich eine Reihe von Verbesserungen angekündigt und eine Art Roadmap offengelegt. So sollen erst 10% der geplanten Funktionen überhaupt im Spiel verfügbar sein, und der große Rest erst im Laufe der nächsten Monate und Jahre nachgerüstet werden. Man dürfte also nicht nur viele Kapazitäten zum Aufbau der Serverfarmen benötigen, sondern auch alles andere zur Weiterentwicklung des Spiels bündeln, um den Hype möglichst lange aufrecht zu erhalten.



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Interessanterweise haben sich Google und Apple bisher noch gar nicht zu Wort gemeldet und offizielle Zahlen zu dem Spiel vorgelegt, und das obwohl es in den eigenen App Stores einige Rekorde brechen dürfte. Möglicherweise wartet man auch bis zum Peak bzw. bis zu einer runden Zahl – denn es ist kaum zu glauben dass das Spiel an den beiden Unternehmen vorbei geht. Durch die In-App-Verkäufe dürften auch beide ordentlich an dem derzeitigen Erfolg mitverdienen. Google hält auch noch immer eine Beteiligung an der ehemaligen Tochter Niantic und hat mit einem Aprilscherz vor zwei Jahren die grundlegende Idee für Pokémon GO geliefert.

Aktuell erfreuen sich auch die diversen Pokémon-Karten noch immer sehr großer Beliebtheit, mit denen sich der Standort der Monster in einer Google Map anzeigen lässt. In den letzten Tagen haben wir die Python-Map, das Poke Radar und PokeVision vorgestellt, die allesamt noch immer ebenfalls mit Serverproblemen auf der eigenen Seite und auch auf der Seite von Niantic kämpfen.

[heise]



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