Google patentiert Cursor-Überwachung

Google

Aus einem neuen Patent geht hervor, dass Google vor zwei Wochen eine Methode hat patentieren lassen, die eine Cursor-Überwachung ermöglicht und daraus benutzerdefinierte Daten ermitteln kann. So soll die Anzeige von Werbung und personalisierten Suchergebnissen noch weiter verbessert werden. 

Unter dem Decknamen „System und Methode zur Modulation der Suchrelevanz indem Zeiger-Aktivität überwacht wird“ hat Google am 16. Februar 2005 ein Patent beim zuständigen Amt eingereicht. Vor genau zwei Wochen, am 13. Juli 2010, wurde es dann bewilligt.

Tooltip mit Folgen: Persönliche Einstellungen anhand von Mausbewegungen

Das Patent beschreibt eine Methode, mit der sich die persönlichen Nutzer-Einstellungen optimieren lassen, indem der Mauszeiger überwacht und ausgewertet wird. So stellt sich Google vor, in Zukunft nur „bei Mausbewegungen“ oder „beim Link-Überfahren“ persönliche Präferenzen zu erfahren und einzustellen. Ein Server soll dann die Bewegungen und Link-Überfahrungen zusammenrechnen und daraus erfahren, was dem Benutzer gefällt. Danach wird Google dann die Suche und die Werbeanzeigen abstimmen.

Der quasi letzte Schritt zur vollständigen Automatisierung? Benutzerprofile wurden bisher bei Google anhand von Klicks ausgemacht, nun reicht schon das bloße mit-dem-Mauszeiger-schwenken, um eine Aktion hervorzurufen? Das klingt auf jeden Fall nach einer interessanten Sache, die aber wieder einmal die Datenschützer auf den Plan rufen wird.

thx to slashdot

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comment ommentare zur “Google patentiert Cursor-Überwachung

  • Mit der Mauszeigerüberwachung habe ich 2004 bereits experimentiert. Das ist nicht Zielführend. Beobachte mal wo Du im Laufe der Session Deine Maus so rumliegen lässt. Meine ISt jedenfalls gerade auf dem hässlichen Banner rechts neben der Kommentarbox. Und das obwohl mich diese Werbung nun gerade nicht interessiert.

  • Was meinst du mit rumexperimentiert?
    Beim surfen gehe ich mit der Maus meist dahin, wo ich als nächste hin will. Natürlich wird die Maus beim lesen oder schreiben nicht ins Bild gehalten, aber ich denke schon das man auch aus den Mausbewegungen gewisse Merkmale und Vorzüge von Nutzern ermitteln kann.

  • Ich meine mit rumexperimentiert, dass ich Mausbewegungen getrackt habe. Das ist nicht wirklich kompliziert. Die Analyse der Daten stellt allerdings eine massive Herausforderung dar. Schon wegen der Datenmenge.

  • Geht diese Nutzer-Analyse dann nicht zu Kosten des Datentransfer?
    Müsste dann die Analyse nicht permanent sein? Wenn ja: Armer Traffic!

  • @78629:
    „System und Methode zur Modulation der Suchrelevanz indem Zeiger-Aktivität überwacht wird“

    So lautet der Patentantrag. Von Maus steht da erstmal gar nichts – und was man als Zeiger letztlich interpretiert, dass dürfte wieder viele Gerichte beschäftigen 😉

    Zum Thema: Ansich der logische nächste Schritt. Ich denke, die nächste Stufe wäre per Webcam (in 99,9% aller Note- und Netbooks oberhalb des Monitors angebracht) die Augenbewegungen des Benutzers auszuwerten. Dank HTML5 und neuer Möglichkeiten des direkten gar nicht mehr sooo abwegig.

    Schönen Tag!

  • @78634:

    Im letzten Satz fehlt leider input type=“capture“, da das Kommentarfeld spitze Klammern (und daraus resultierende HTML-Befehle) nicht mag. Das nur zur Vollständigkeit.

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