Google in der Krise? Die sonnigen Tage sind vorbei; CEO Pichai schwört auf schwere Zeiten & mehr Effizienz ein

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Für Google könnte es in vielerlei Hinsicht kaum besser laufen, denn die Umsätze steigen genauso wie die Gewinne von Quartal zu Quartal und viele Produkte sind recht erfolgreich. Doch offenbar ist jetzt etwas Sand ins Getriebe geraten, denn Google-CEO Sundar Pichai hat ein Memo an alle Mitarbeiter verfasst, das zwar weitestgehend positiv formuliert ist, aber dennoch zeigt, dass man auf hohem Niveau droht, in Schieflage zu verfallen. Die sonnigen Tage sind vorbei.


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Bei Google sitzt das Geld für Investitionen und neue Produkte recht locker, zumindest kann man von Außen diesen Eindruck bekommen. Aber damit ist es erst einmal vorbei, denn CEO Sundar Pichai hat jetzt ein Memo an alle Mitarbeiter verfasst, das sowohl intern als auch extern zu Änderungen führen könnte. Man wolle sich jetzt mehr fokussieren, härter arbeiten und in allen Bereichen abseits der kritischen Aufgaben mindestens bis Jahresende keine neuen Mitarbeiter mehr einstellen.

Im zweiten Halbjahr scheint es bisher nicht so gut zu laufen, wie Pichai gleich am Anfang seines Memos zwischen den Zeilen deutlich macht. Man müsse anders arbeiten als in den sonnigen Tagen – was im Umkehrschluss bedeutet, dass Regentage vor der Tür stehen. Daher soll das gesamte Unternehmen jetzt effizienter aufgestellt werden. Das dürfte intern ziemlich große Umstellungen bedeuten, könnte aber auch nach außen Änderungen für die Nutzer herbeiführen.

Bei den Aussagen „sharper focus“ und „more efficent“ sehe ich schon so manches Produkt auf dem Weg zum Google-Friedhof. Aber warten wir mal ab, wie das offiziell nach außen kommuniziert wird und ob wir als Endnutzer etwas davon bemerken werden. Google wird in knapp zwei Wochen die Quartalszahlen veröffentlichen.




Sundar Pichai

Das Memo im Original

Hi Googlers,

Hard to believe we’re already through the first half of 2022. It’s the right opportunity to thank everyone for the great work so far this year, and to share how my Leads and I are thinking about H2.

The uncertain global economic outlook has been top of mind. Like all companies, we’re not immune to economic headwinds. Something I cherish about our culture is that we’ve never viewed these types of challenges as obstacles. Instead, we’ve seen them as opportunities to deepen our focus and invest for the long term.

In these moments, I turn to our mission: to organize the world’s information and make it universally accessible and useful. It’s what inspired me to join the company 18 years ago, and what makes me so optimistic about the impact we are able to have on the world. Knowledge and computing are how we drive our mission forward. That’s the lens we use to decide where to invest — whether it’s in areas like Search, Cloud, YouTube, Platforms and Hardware, the teams that support them, or in the AI that enables more helpful products and services.

We help people and society when we focus on what we do best, and do it really well. The investments we’ve made in the first half of the year reflect this vision. In Q2 alone, we added approximately 10,000 Googlers, and have a strong number of commitments for Q3 start dates which reflects, in part, the seasonal college recruiting calendar. These are extraordinary numbers, and they show our excitement about long-term opportunities, even in uncertain times.

Because of the hiring progress achieved so far this year, we’ll be slowing the pace of hiring for the rest of the year, while still supporting our most important opportunities. For the balance of 2022 and 2023, we’ll focus our hiring on engineering, technical and other critical roles, and make sure the great talent we do hire is aligned with our long-term priorities.

Moving forward, we need to be more entrepreneurial, working with greater urgency, sharper focus, and more hunger than we’ve shown on sunnier days. In some cases, that means consolidating where investments overlap and streamlining processes. In other cases, that means pausing development and re-deploying resources to higher priority areas. Making the company more efficient is up to all of us — we’ll be creating more ways for you all to engage and share ideas to help, so stay tuned.

Scarcity breeds clarity — this is something we have been saying since the earliest days of Google. It’s what drives focus and creativity that ultimately leads to better products that help people all over the world. That’s the opportunity in front of us today, and I’m excited for us to rise to the moment again.

—Sundar




Memo automatisch übersetzt

Hallo Googler,

Kaum zu glauben, dass wir bereits die erste Hälfte des Jahres 2022 hinter uns haben. Es ist die richtige Gelegenheit, allen für die großartige Arbeit in diesem Jahr zu danken und zu teilen, wie meine Leads und ich über H2 denken.

Die unsicheren globalen Wirtschaftsaussichten standen im Vordergrund. Wie alle Unternehmen sind wir nicht immun gegen konjunkturellen Gegenwind. Was ich an unserer Kultur schätze, ist, dass wir diese Art von Herausforderungen nie als Hindernisse angesehen haben. Stattdessen haben wir sie als Möglichkeiten gesehen, unseren Fokus zu vertiefen und langfristig zu investieren.

In diesen Momenten wende ich mich unserer Mission zu: die Informationen der Welt zu organisieren und universell zugänglich und nützlich zu machen. Das hat mich vor 18 Jahren dazu inspiriert, in das Unternehmen einzusteigen, und was mich so optimistisch macht, was wir für einen Einfluss auf die Welt haben können. Durch Wissen und Computer treiben wir unsere Mission voran. Das ist die Linse, die wir verwenden, um zu entscheiden, wo wir investieren – ob in Bereichen wie Suche, Cloud, YouTube, Plattformen und Hardware, die Teams, die sie unterstützen, oder in die KI, die hilfreichere Produkte und Dienste ermöglicht.

Wir helfen Menschen und der Gesellschaft, wenn wir uns auf das konzentrieren, was wir am besten können, und zwar wirklich gut. Die Investitionen, die wir im ersten Halbjahr getätigt haben, spiegeln diese Vision wider. Allein im 2. Quartal haben wir ungefähr 10.000 Googler hinzugefügt und haben eine starke Anzahl von Zusagen für die Starttermine im 3. Quartal, was teilweise den saisonalen College-Rekrutierungskalender widerspiegelt. Dies sind außergewöhnliche Zahlen, und sie zeigen unsere Begeisterung für langfristige Chancen, auch in unsicheren Zeiten.

Aufgrund der in diesem Jahr bisher erzielten Einstellungsfortschritte werden wir das Einstellungstempo für den Rest des Jahres verlangsamen und gleichzeitig unsere wichtigsten Möglichkeiten unterstützen. Für den Rest der Jahre 2022 und 2023 werden wir uns bei der Einstellung auf technische, technische und andere wichtige Positionen konzentrieren und sicherstellen, dass die großartigen Talente, die wir einstellen, auf unsere langfristigen Prioritäten abgestimmt sind.

In Zukunft müssen wir unternehmerischer sein, mit größerer Dringlichkeit, schärferem Fokus und mehr Hunger arbeiten, als wir es an sonnigeren Tagen gezeigt haben. In manchen Fällen bedeutet dies, Überschneidungen von Investitionen zu konsolidieren und Prozesse zu rationalisieren. In anderen Fällen bedeutet dies, die Entwicklung zu unterbrechen und Ressourcen in Bereichen mit höherer Priorität einzusetzen. Es liegt an uns allen, das Unternehmen effizienter zu machen – wir werden mehr Möglichkeiten für Sie schaffen, sich zu engagieren und Ideen auszutauschen, um zu helfen, also bleiben Sie dran.

Knappheit schafft Klarheit – das sagen wir seit den Anfängen von Google. Es ist das, was Fokus und Kreativität antreibt, was letztendlich zu besseren Produkten führt, die Menschen auf der ganzen Welt helfen. Das ist die Gelegenheit, die heute vor uns liegt, und ich freue mich darauf, dass wir uns wieder für den Moment erheben.

— Sundar

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comment 1 Kommentare zum Thema "Google in der Krise? Die sonnigen Tage sind vorbei; CEO Pichai schwört auf schwere Zeiten & mehr Effizienz ein"

  • Ja dann kann sich Google ja mal auf Dinge konzentrieren und mal endlich z.B. eine Gmail App programmieren, die intuitive ist und nicht unter IOS ruckelt wie ein Träcker. Spark lässt grüßen. Ich kenne viele Leute die nur noch damit arbeiten.

    Gmail, Google Workspace und Co. sind wirklich Top Dienste, aber die Apps dazu sind grottenschlecht.

    Also Google, Ärmel hoch krempeln und mal was liefern!

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