Google Glass Mirror API: Kommunikation nur über Google-Server + Design-Richtlinien

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Neben sprechenden Schuhen hat Google auf dem SXSW-Festival auch weitere Details zu Google Glass bekannt gegeben: Auf einer Präsentation wurden die ersten Apps von Drittanbietern gezeigt und nähere Details und Bedingungen zur dafür eingesetzten Google Glass Mirror API genannt.


Während der gesamten Präsentation hatte der Redner ein Glass-Modell auf der Nase, dessen Bild live auf eine große Leinwand übertragen wurde. Das grundsätzliche Bedienkonzept der Cyberbrille wird dabei leicht verständlich, und tatsächlich scheinen die eingeblendeten Informationen den Träger nicht so sehr abzulenken, wie es anfangs befürchtet wurde – dafür sorgen auch Googles Design-Richtlinien.

Die zur App-Entwicklung nötige Glass Mirror API wurde von Google bisher noch nicht offiziell vorgestellt, jetzt wurde aber bekannt, dass es sich dabei um eine REST API handelt. Eine direkte Kommunikation mit der Brille ist dabei allerdings nicht möglich, alle Informationen fließen in jedem Fall vorher über einen Google-Server – und auch nur mit diesem werden Apps kommunizieren können.

Das erklärt auch die Frage von Mark Zuckerberg, ob es möglich sein wird, Googles Server zu umgehen. Dies hat für App-Entwickler den Nachteil, dass jegliche Kommunikation mit der Brille von Google protokolliert werden kann. Für den Nutzer hat dies den Vorteil, dass Google die Anfragen sehr wahrscheinlich filtern und dadurch Spam in jeglicher Form vermeiden wird.

Die Darstellung von Informationen, die die Apps an das Gerät senden, übernehmen die sogenannten „Timeline Cards“. Diese können Text, Bilder, HTML-Inhalte oder Videos enthalten. Die Cards werden wie Benachrichtigungen für den Nutzer bereit gestellt und können von ihm via Stimme durchsucht werden.

Erste Design-Richtlinien für App-Entwickler
Gerade bei einem Bildschirm der sich direkt vor dem Auge des Nutzers befindet, ist es wichtig dass dort nur wirklich notwendige Informationen angezeigt und der User nicht überlastet wird:

– Regel #1: Auf dem Gerät dürfen nur kurze Informationen angezeigt werden – etwa Schlagzeilen von Artikeln. Der komplette Artikeltext darf auf keinen Fall am Bildschirm dargestellt, sondern nur von der Brille vorgelesen werden.

– Regel #2: Die eingeblendeten Informationen müssen für den Nutzer relevant und vorhersehbar sein – unerwartete Cards würden den Träger zu sehr ablenken. Als Negativ-Beispiel gibt Google die Information über App-Updates an.

[TechCrunch]



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