Android Honeycomb Event

Android Event Intro

Vor wenigen Minuten fand das Android-Honeycomb-Event statt. Vorgestellt wurde Honeycomb an sich und dessen neue Funktionen, der neue Android Web Market sowie drei Vertreter, die neue Apps vorstellten.

Video: Android Honeycomb Event

Honeycomb – Das neue Android

Android Event

Nach der kurzen Begrüßung von Android-Erfinder Andy Rubin stellte Hugo Barra, Product Manager bei Google, Android, die neue Oberfläche von Honeycomb vor. Elementarer Bestandteil sind auch hier die Homescreens, die hier mit verschiedenen Widgets gefüllt sind. Barra arbeitet auf einem Motorola Xoom.

Android Honeycomb Homescreen

Bestandteil sind auch die neuen Notifications, welche viel mehr Informationen liefern können. Im Beispiel wurde eine Textlastige App gestartet und der Mediaplayer mit speziellem Notification-Window vorgestellt.

Honeycomb

Man hat ab sofort eine System-Bar und Mutlitasking-Buttons, womit das wechseln von Anwendungen noch einfacher wird (bisher lange Home-Taste drücken). Entwickler können von der neuen 2D-Hardwarebeschleunigung und RenderScript, der neuen Grafik-Render-Engine Gebrauch machen, wodurch schnelleres und flüssigeres Arbeiten möglich wird. Bestandteil davon auch bessere 3D-Aktionen, wodurch die YouTube-App und die eBook-App viel besser und liebevoller aussieht.

Honeycomb

Honeycomb

3D ist also ein großes Thema bei Honeycomb und die ganzen Entwickler sollen allsamt davon Gebrauch machen können. So, wie in der neuen Android-Musik-App, welche Coverflow optimal darstellt:

Honeycomb

Weiterhin können Entwickler auf Fragments zugreifen. Das sind Code-Stücke oder Beispiele, die Android einfach so bereitstellt. Damit könnte man sich etwa dem Drag & Drop der Google Mail-App bedienen und selbst etwas basteln. Das Fragment Framework beinhaltet bspw. auch den Zugriff auf die Notification-Bar oder andere Systemelemente. Damit werden Apps einheitlicher.

Die neue Kamera-App in Honeycomb macht auch auf Tablets ausgezeichnete Bilder. Die Optionen sind übersichtlich und das Interface wurde optimal an die Bedürfnisse eines Tablet-PCs angepasst.

Honeycomb Kamera App

Großes neues Feature von Honeycomb ist auch die native Video-Telefonie ohne zusätzliche Apps. Man wählt einfach einen Gesprächspartner aus und ruft ganz normal an. Hat derjenige auch Honeycomb, kann man auch das Video hinzuschalten.

Honeycomb Video Chat

Nach dieser ausführlichen Honeycomb-Präsentation steht eigentlich schon fest: Honeycomb ist wohl das schönste Android, was wir je gesehen haben. Auf Tablets macht es einen optisch schicken Eindruck und endlich kann Google der Konkurrenz von Apple entgegnen. Die UI-Elemente sind schön groß und übersichtlich angeordnet, was das bedienen zum Kinderspiel macht. Definitiv das, worauf wir gewartet haben. Unterstützt wird Honeycomb von CNN etwa, die schon eine App mit Livestream, Videos und CNN iReport fertig haben. Spieleentwickler sind jetzt im Honeycomb-Boot, so wurden Apps vom CEO von War Drum Studios vorgestellt. Auch Disney kommt endlich mit der Android-App von Tap Tap Revenge, mit der man über 25 Mio Songs herunterladen kann. Zum Schluss der Keynote wurde noch einmal Sänger und „LADY KILLER“ Cee-Lo Green via Video-Telefonie angerufen. Er klang etwas heiser, aber immer hin war der Star als Aushängeschild „vor Ort“ und sprach etwas über die Grammys.

Der Android Market im Web

Android Engineering Director Chris Yerga betritt die Bühne und bringt eine sprichwörtliche Tüte voller Neuigkeiten mit.

Android Market Honeycomb Event

Der Android Market im Web, welcher unter market.android.com ab sofort zu erreichen ist, bringt eine Neuerung mit, auf die man sicher schon gewartet hat. Man kann Apps aus der Ferne installieren und kaufen. Der Market an sich ist sehr strukturiert und übersichtlich aufgebaut. Die Bilder und Screenshots sind ausreichend groß, alles ist wirklich wie eine Webseite optimiert. Zur linken Seite findet man die Navigation, auf der rechten sind dann die Apps. Wählt man eine App aus, so hat man schnell einen Überblick, viele tolle Screenshots und auf der rechten Seite die Details, wie Bewertung, Größe, etc.. Auch kann man Apps nun vernünftig weitergeben, da der QR-Code direkt auf der Seite ist. Wer nun den Market-Link vom PC anklickt, kommt auf die Web Market-Seite. Auf dem Telefon wird direkt der Android Market geöffnet – eine sehr praktische Sache.

Android Web Market

Android Web Market

Sehr praktisch ist auch, dass nun alle Geräte in der Wolke sind. So ist das Handy an den Web Market und umgedreht. Wenn man im Web Market eingeloggt ist und sein/e Telefon/e auch bei Google angemeldet ist, so kann man ganz einfach über den Web Market Apps kaufen, installieren und entfernen. Mit einem Klick beginnt auch sofort und ohne Verzögerung die Installation auf dem Gerät. Unbekannt ist hingegen auf welchen Versionen, in der Demo war es 2.3 Gingerbread.

Installationsroutine im Web Market Android

Honeycomb Event

Außerdem hat man eine Market-Zentrale, die man aufrufen kann. Dort lassen sich Apps einsehen,…

… Geräte einsehen und Nicknamen vergeben. Praktisch wird das nämlich, wenn man ein Smartphone, ein Tablet und noch mehr Smartphones hat. Dann lassen die sich alle auf den selben Stand bringen.

Wie wir bereits berichteten, kommen auch Neuerungen in den Market an sich. Diese sollen aber nur nach und nach ausgerollt werden. Erstes Feature, welches bereits dokumentiert ist: In-App-Bezahlen.

Fazit

Neuerungen großer Art gab es nicht. Aber endlich gibt es ein Android für Tablets, darauf haben wir schon gewartet. Nette Goodies sind die Video-Telefonie und der neue Web-Market für Android auf jeden Fall. Leider gab es keine Google Music-Vorstellung, aber die Google I/O Mitte des Jahres ist ja auch noch da. Welche Handys Honeycomb bekommen und welche nicht, wird sich erst in der Zukunft zeigen. Fakt ist aber: Honeycomb wird ein Betriebssystem, welches so noch nicht gewesen ist und durch die neuen Möglichkeiten, wie Hardwarebeschleunigung oder der Render-Engine passt die Geschwindigkeit sich dem Gerät an. Es bleibt also spannend.

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