Riesiger Aufwand: Google hat 500 Jahre Arbeit in die Umsetzung der DSGVO investiert & weitere Statistiken

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In weniger als zwei Wochen, am 25. Mai 2018, wird die Europäische Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) verpflichtend umzusetzen sein und in den letzten Wochen konnte man den Eindruck gewinnen, dass selbst große Unternehmen erst Kurz vor Knapp überhaupt jemals davon gehört haben und nun eifrigst Änderungen umsetzen. Google hat sich schon frühzeitig mit diesem Thema beschäftigt und hat laut Angaben des Datenschutzbeauftragten nicht weniger als 500 Jahre Arbeit in die Umstellung gesteckt.


Eigentlich ist die DSGVO schon vor gut zwei Jahren in Kraft getreten, aber erst ab dem 25. Mai 2018 muss sie verpflichtend umgesetzt werden – was seit langer Zeit bekannt ist. Dennoch scheinen nur die wenigsten darauf vorbereitet und noch weniger wissen, was dieses Schreckgespenst überhaupt bedeutet. Da Google sich schon vor Jahren einer großen Transparenz verschrieben hat, dürfte es eigentlich nicht ganz so viel zu tun geben. Aber da irrt man sich ganz gewaltig, denn die Umstellung war eine Mammut-Aufgabe.

Am Freitag hat Google die völlig überarbeitete Datenschutzerklärung vorgestellt und gleichzeitig auch den Nutzern weitere Werkzeuge zur Kontrolle der über ihn gespeicherten Daten in die Hand gegeben. Doch damit war es längst nicht getan, denn es brauchte mehr als eine Handvoll Entwickler, Designer und Jura-Experten. Sogar sehr viel mehr. Eine Zahl der involvierten Mitarbeiter und die reine Arbeitszeit ist zwar nicht bekannt, aber in der Vorbereitung auf die DSGVO stecken sagenhafte 500 Mannjahre.

Von den 500 Jahren wurden allein 40 Jahre in die Überprüfung aller Google-Produkte und Projekte investiert. Laut dem Datenschutzbeauftragten Peter Fleischer geht es um nicht weniger als 1.110 Produkte. Außerdem mussten 12,5 Millionen Verträge mit Kunden und Geschäftspartnern angepasst werden. Da es sich dabei um Standardverträge handelt, musste aber natürlich nicht jeder einzeln angepasst werden.

Datenschutz wird auch für den Endverbraucher ein immer wichtigeres Thema: Laut Googles Angaben haben im Jahr 2017 gut zwei Milliarden Nutzer die Datenschutzeinstellungen aufgerufen, im Jahr zuvor waren es nur 1,6 Milliarden.

Siehe auch
» DSGVO: Google will die Umsetzung der Datenschutz-Grundverordnung auf die Webmaster abwälzen
» DSGVO: ‚Meine Aktivitäten‘ erlaubt Löschen aller Google-Aktivitäten & vereinfachte Datenschutzerklärung

[DSGVO]


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