Deutsche Behörden fordern über 750 Mal Daten über Google-Nutzer an

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Google hat seinen Transparency Report aktualisiert und die Daten für das zweite Halbjahr eingefügt. In dieser Übersicht stellt Google dar, wie oft Google pro Land zur Herausgabe von Daten oder zum Löschen von Daten aufgefordert wurde. Insgesamt hat es 14.000 Anfragen gegeben.

Grundsätzlich entfernt Google Ergebnisse nur aus zwei Gründen:

  • Der Webmaster möchte, dass die Seite nicht mehr in den Ergebnissen erscheint
  • oder es gibt einen richterlichen Beschluss.

Diese Beschlüsse zählt Google zusammen und listet sie auf die verschiedenen Dienste verteilt in der Übersicht auf. So gab es aus Deutschland im zweiten Halbjahr 2010 insgesamt 118 Anfragen, die aber wiederum 1932 Elemente umfassten. 97% dieser Anfragen wurden entweder komplett oder teilweise erfüllt. Deutlich häufiger wurden Daten über Nutzer angefordert. Bei 768 Anfragen wurden 76% dieser auch erfüllt.

Am häufigsten wurden Anfragen zu Beleidigungen oder Verleumdung gestellt. Von den einzelnen Elementen entfällt mehr als die Hälfte auf die Google Suche. Alleine 1351 Einträge listet Google unter Verleumdung bei der Google Suche auf. Auf YouTube fiel eine Anfrage wegen Copyright, einige wegen Verleumdung, eine wegen Privacy und Security, eine wegen „Government Criticism“, eine wegen Pornografie und zwei wegen Gewalt. Außerdem ließen Behörden 140 Einträge wegen Hassrede löschen. 179 Elemente werden unter Weiteres gelistet.

Behörden aus der Schweiz forderten vier mal die Löschen von Daten an. Dies betraf 18 Elemente und wurde zu 100% erfüllt.  Daten über Nutzer wurden nicht verlangt. Für Österreich listet das Tool weder Content Removal Requests noch User Data Requests auf.

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