Datenschützer untersuchen Google Analytics

Analytics

Die Datenschutzbeauftragte kritisieren in einem heute an Google und 25 weitere Webseiten geschickten Brief den Einsatz von Google Analytics.

Die Datenschützer kritisieren, dass nur der Webmaster auf solche Daten – wie Nutzungsdauer, Browser, Betriebssystem und Provider – haben sollte. Allerdings hat auch Google auf diese Daten Zugriff und darf die gewonnenen Daten auch in anderen Diensten verwenden.

Thilo Weichert, Landesdatenschutzbeauftragter von Schleswig-Holstein, sagte: „Wir waren verblüfft und schockiert, wie weit Google Analytics auch in Schleswig-Holstein verbreitet ist. Renommierte Medien- und Internetunternehmen gehören zu deren Nutzern ebenso wie viele Anbieter aus der Tourismus- und der Dienstleistungsbranche; ja politische Parteien, öffentliche Stellen des Landes und Hochschulen setzen den kostenlosen, aber datenschutzwidrigen Service ein.“

Nur in einigen wenigen Fällen haben die Webmaster einen Hinweis online, das auf der Seite Analytics eingesetzt wird (bei uns steht es im Impressum ;))

Weichert sehe keine Rechtsgrundlage für die Übermittlung von deutschen Surfer-Daten, habe Google einen Fragenkatalog geschickt und verlange nun Auskunft über datenschutztechnische Maßnahmen bei Google.

Mit Analytics kann ein Webmaster messen wie lange und wie oft seine Besucher seine Webseite aufrufen. Dass der Google Server weiß ob der Internet Nutzer weiß ob der Nutzer schonmal auf der Seite war, legt er ein Cookie auf dem PC des Nutzers ab.

» Datenschutzzentrum: Tracking – Nutzerverfolgung im Internet

[heise]

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comment ommentare zur “Datenschützer untersuchen Google Analytics

  • tja, so sinds die leut die keine ahnung haben vom internet..

    da ist gleich sofort alles böse.
    das es webstats programme scho jahrzehnte lang gibt, wissen die bürohengste wahrscheinlich nichtmal; sonst würde die wahrscheinlich einen herzinfarkt bekommen.

  • Ich kann es schon verstehen das sich die Datenschützer an das Thema machen. Finde ja das es vollkommen legitim ist Nutzerdaten auszuwerten. Das soll dann aber doch bitte jeder Websitenbetreiber selber machen oder zumindest darauf hinweisen, dass diese Daten an einen Dritten zur Speicherung (und Auswertung???) übermittelt werden. Natürlich auch an welchen Dritten diese Daten übermittelt werden.

    Das Problem ist ja nicht, zumindest aus meiner Sicht, dass Daten gesammelt werden. Ich finde es einfach nur Schlimm das die (unwissenden) Nutzer nicht aufgeklärt werden. Ob es diesen Nutzer dann interessiert ist seine Sache!!!

  • Es wird wohl einen Grund dafür geben, dass Google Analytics auf den Webseiten von Behörden und Ministerien nicht zu finden ist….und dass auch die Webauftritte von Parteien Google-Analytics-frei sind…..dennoch ist in 80 Prozent der Top-300.000-Seiten im Web Google Analytics integriert und liefert der bunten Datenkrake umfassend Informationen zu…auch wo nicht Google drauf steht, ist Google drinnen. Jeder kann das selbst testen unter http://www.ontraxx.net
    in Österreich wird die Problematik schon länger diskutiert:
    http://www.googlefalle.com/googlefalle/index.php/2008/06/11/parteien-verbannen-google-analytics-aus-ihren-web-auftritten/

    Google ist eben eine unkontrollierte und unkontrollierbare Weltmacht

  • @Gerhard Reischl:
    Hast du meinen oben geposteten Link mal verfolgt?

    Selbst der BUND hat bis vor einiger Zeit Google Analytics eingesetzt, bis Frau Zypries mit Haftstrafe bzw. Geldstrafe bis 250.000 Euro gedroht wurde.
    Auch jetzt setzen noch einige Parteien Analytics ein, OHNE darauf in den Datenschutzbestimmungen hinzuweisen.
    So „weiß“ sind die Westen der öffentlichen Einrichtungen durchaus nicht, wie du das darzustellen versuchst.

    Schöne Grüße,
    Sascha

  • @Gerhard Reischl:
    Ich halte Sie für recht Paranoid – auch wenn ihr Buch SEHR gut geschrieben ist, glaube ich dass Sie Paranoider sind als andere. 🙂

    Was soll Google denn grosartiges tun mit den Daten von HomePage Besuchern?
    Was bringt es Google, wenn Sie wissen wo meine Webseiten Besucher herumklicken?

    Sie können nur die AdWords besser optimieren – Gut, mit FF und AdBlockPlus recht egal.

    Millionen Leute haben einen Google Account und wissen was sie tun – Wieso sollte ich, nur wegen ein paar Datenschützer die keine Ahnung von der Materie, haben das Tool nicht verwenden dürfen?

    Bei mir läuft auch noch awstats was das Access Log vom Apache ausliest – Bekommt keiner mit da es kein Skript benötigt. Jemand der so extrem paranoid ist, muss halt einen Proxy benutzen und sich auf keinen Fall einen google Account erstellen. Dann ist schon allen geholfen.

  • Google Analytics ist soooo unzuverlässig, da das ganze viel zu langsam aufzeichnet. Hatte es selbst einige Zeit gehabt, verglichen mit nem KOSTENLOSEN Counter hatte es sogar noch schlecht abgeschnitten 🙁 Wirklich traurig sowas.. damals vor dem Kauf durch Google war das ganze sehr zuverlässig.. aber heute… leider nur noch ein Spielzeug – was aber immerhin kostenlos ist (Geld kann man dafür auch nicht zahlen)

  • Zitat:
    Millionen Leute haben einen Google Account und wissen was sie tun – Wieso sollte ich, nur wegen ein paar Datenschützer die keine Ahnung von der Materie, haben das Tool nicht verwenden dürfen?

    also erstmal: ein paar Datenschützer, die keine Ahnung von der Materie haben?

    Das wage ich zu bezweifeln. Es geht ja nicht darum, daß der Webmaster Statistiken hat, sondern daß Google die der vielen Webmaster besitzt. Ein Normalsurfer wird schon wissen, daß der Webmaster ggf. Daten sammelt, aber ob jeder weiß, daß Google die dann automatisch mitsammelt? Es geht ja nicht darum, daß Du, der ja informiert ist und Ahnung von der Materie hat und sowieso nicht paranoid ist, weiß wer Daten sammelt, sondern daß normale Surfer darüber aufgeklärt werden sollten.

    Zum zweiten Teil dieses Zitats: Es will DIR ja niemand verbieten Analytics einzusetzen.

    Die ahnungslosen Datenschützer bemangeln ja, das Surferdaten ungefragt übermitteln und zentral gespeichert werden!

  • Mich würde mal interessieren, warum sich die Datenschutzbeauftragten nicht mal um die primären Probleme kümmern. VDS & Bundestrojaner fallen mir da spontan ein. Ich finde, dass dort eher Diskussionsbedarf besteht. Kann mich an eine Doku/Reportage von ARD erinnern in der es genau um dieses Gesetz für den Bundestrojaner ging, welches ohne Wissen anderer Politiker einfach durchgedrückt wurde.

  • @jonas…..ich bin nicht paraonider, sondern ein wenig kritischer als andere…..vielleicht auch deshalb, weil ich mich ein wenig intensiver mit der datensammelleidenschaft beschäftige….nicht nur mit jener von google, sondern auch diverser anderer branchen…

    ich sage aber immer: man sollte sorgsam mit seinen daten umgehen, da man nie weiß, wer welche wie sammelt und was damit einmal – ob bewusst oder nicht – passiert (siehe youtube-viacom)

    danke, wenn das SEHR ernst gemeint war

  • Ja, Gerald – jeder muss halt selbst für sich bestimmen wie weit er seine Daten preisgibt.

    und ja, es war kein Sarkasmus – Selten hab ich ein Buch so verschlungen wie dieses.
    Auch als Google Fan hab ich viel neues und detailliertes erfahren.

  • Ich verstehe die Aufregung nicht, das ist doch nichts neues. Es ist dem Google Analytics-Nutzer doch vorher bekannt, dass Google Einblick in die Daten bekommt, wenn man das Tool nutzt.

  • fehlt der hinweis auf einsatz von analytics im impressum einer analytics einsetzenden website, verstößt der website-betreiber vollkommen gegen die TOS und darf analytics unter keinen umständen verwenden!
    Dass das der deutsche datenschutzbeauftragte nicht weiß, wirft ein schlaglicht darauf, was sich für grob unfähige leute in wichtige ämter unseres staates geseilschaftet haben…
    wer als user nicht will dass gesammelt wird, muss javascript ausschalten, ist doch ganz einfach.

  • oder am besten modem abstecken in einen safe reinlegen, zusperren und schlüssel wegwerfen und sich anschliessend im keller einsperren
    dann braucht er keine angst mehr zu haben *ggg*

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