Wegen Android: Das BlackBerry Priv hat eine sehr hohe Rücklaufquote

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In der Branche gilt bzw. galt Android seit jeher als Heilsbringer und war für viele Smartphone-Hersteller die Rettung vor dem Untergang. Auch der ums Überleben kämpfende Smartphone-Pionier BlackBerry hat vor einiger Zeit zu Android gewechselt und möchte sich in Zukunft nur noch auf Android-Smartphones konzentrieren. Doch offenbar sind die BlackBerry-Kunden mit dem neuen Betriebssystem so gar nicht zufrieden, denn das Priv hat eine sehr hohe Rücklaufquote.


Auch wenn es etwas vermessen klingt, kann man sehr eindeutig sagen dass alle Smartphone-Hersteller die nicht frühzeitig auf Android gesetzt haben, in der Versenkung verschwunden sind. Das gilt für BlackBerry genau so wie für Nokia, das noch lange Zeit an Symbian festgehalten und dann ausgerechnet auf Windows Phone gewechselt hat. Doch offenbar ist der Wechsel jetzt zu spät, was vielleicht auch den Finnen zu denken geben sollte.

blackberry priv

Da BlackBerry-Smartphones sich schon vom Konzept von anderen Smartphones unterscheiden und unter anderem auch mit einer Hardware-Tastatur punkten, dürften die meisten Kunden mit dem plötzlichen Wechsel des vertrauten Betriebssystems nicht ganz so glücklich sein. Wie ein Sprecher jetzt bestätigt hat, hat das BlackBerry Priv, das erste BB-Smartphone mit Android-Betriebssystem, eine sehr viel höhere Rücklaufquote als bisherige Modelle des Unternehmens.

Das Problem ist nun, dass BlackBerry in Android eigentlich die große Rettung sieht und in Zukunft nur noch Android-Smartphones produzieren möchte. Doch möglicherweise könnte genau das zu einem großen Problem werden, wenn die Kunden das neue Betriebssystem nicht annehmen. Da die Entwicklung am eigenen Betriebssystem so gut wie eingestellt wurde, gibt es vorerst auch kein schnelles Zurück – und so werden die Kunden wohl vorerst bei ihren alten Geräten bleiben. Oder auf ein iPhone wechseln.



Die Frage ist natürlich ob es einzig und allein an Android als Betriebssystem liegt oder ob es eher an der von BlackBerry veränderten Oberfläche liegt. Möglicherweise ist auch die Kombination aus der BlackBerry-Hardware und Android das Problem. Das muss das Unternehmen sehr schnell herausfinden, um sich nicht auch noch die letzten treuen Kunden und Fans zu vergraulen, denn dann steht man nur noch mit dem Rücken zur Wand und hat kaum noch Möglichkeiten aus der Misere herauszukommen.

Auch Nokia dürfte das genau beobachten, denn auch die Finnen – auch wenn es dann eigentlich kein finnisches Unternehmen mehr ist – möchten in Zukunft wieder Android-Smartphones produzieren. Da der Ruf der Marke aber arg angekratzt ist, könnte ein Wechsel auf das Betriebssystem heute zu spät sein. Zu lange hat man die Nutzer mit anderen Lösungen und Plattformen versorgt, genau wie BlackBerry, und vielleicht auch zu sehr daran gewöhnt. Nicht alle Nutzer machen mal eben einen kompletten Wechsel des Ökosystems mit – und neue Nutzer zu gewinnen ist nicht einfach.

[golem]



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