Google Play Services 7.3: Mehrere Android Wear-Geräte pro Smartphone & weitere Verbesserungen

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Google hat eine neue Version der Play Services veröffentlicht und ist damit mittlerweile bei Version 7.3 angekommen, das wieder einmal ein größeres Update mit sich bringt: Insbesondere die Anbindung von Android Wear-Geräten mit dem Android-Smartphone wurde deutlich verbessert und unterstützt nun auch mehrere verbundene Geräte gleichzeitig. Aber auch an Fitness-Verwaltung Google Fit und dem Abruf des aktuellen Standorts des Nutzers wurden weitere Verbesserungen vorgenommen.


Viele grundlegende Android-Funktionen, die im Zusammenhang mit einem Google-Service stehen, wurden mittlerweile in die Play Services ausgelagert. Diese sind eine wichtige Grundlage für Entwickler und können ihnen einerseits einen Haufen an Programmierarbeit abnehmen und sorgen andererseits für eine stabile Kompatibilität zwischen den Apps, einheitlichen Dialogen und seit neuestem eben auch für die Datenübertragung zwischen Android und Android Wear.

Android Wear
Channel API
Die Masse der Nutzer besitzt zwar immer noch keine Smartwatch, aber die Verbreitung nimmt dennoch rasant zu und viele Early Adopter dürften mittlerweile schon mehr als ein Wearable ihr Eigen nennen. Bisher konnte sich Android mit nur einem Wearable mit Android Wear verbinden, ab sofort ist diese Einschränkung aber aufgehoben. Da sich Wearables rasend schnell verbreiten, und der Nutzer in Zukunft neben einer smarten Armbanduhr vielleicht auch gleichzeitig einen smarten Fitness-Tracker, Brille oder sonst was tragen möchte war dies natürlich dringend notwendig.

Ab sofort kann sich ein Smartphone nun mit mehreren Wearables verbinden und diese einzeln verwalten. Sogar die direkte Kommunikation zwischen den angeschlossenen Wearables ist dadurch nun möglich, wird allerdings noch immer vom Smartphone kontrolliert. Über die Play Services kann festgelegt werden auf welche Daten welches Gerät zugreifen darf und welche untereinander ausgetauscht werden dürfen. Die smarte Brille kann also ab sofort auch mit der Armbanduhr kommunizieren ohne das Smartphone belästigen zu müssen.

Google Fit
An der Datenverwaltung von Google Fit hat sich ebenfalls etwas getan: Mit einer neuen Funktion können ab sofort alle Daten des heutigen Tages kompakt abgerufen werden, wie etwa die verbrauchten Kalorien oder die gemachten Schritte. Diese Infos können ohne jede Autorisierung abgerufen werden, so dass diese etwa auch auf der Smartwatch als Watch Face unkompliziert genutzt werden können – wie Google mit einem Wink mit dem Zaunpfahl erklärt. Außerdem können nun weitere Informationen zur Ernährung des Nutzers, insbesondere die Inhaltsstoffe und Nährwerte, in der Datenbank gespeichert und abgerufen werden.

Location API
Viele Apps benötigen den Standort des Nutzers um bessere und passendere Informationen auszuliefern, aber dieser muss vielleicht nicht immer sofort zur Verfügung stehen. Über eine neue Funktion kann eine maximale Wartezeit eingestellt werden, innerhalb derer die Standortdaten zurück geliefert werden soll. Kann die eigene App vielleicht 500 Millisekunden auf den Standort warten, könnte diese Abfrage mit einer vielleicht im Hintergrund laufenden App synchronisiert werden – so dass für zwei Apps nur noch eine Abfrage notwendig ist. Das spart dem Nutzer vor allem Akkuleistung. Jeder Entwickler sollte den Wert hier so niedrig wie nötig und so hoch wie möglich einstellen.

Play Services Connect
Nicht auf jedem Android-Gerät steht jede API zur Verfügung, was vor allem durch Android Wear nun entscheidend an Bedeutung gewonnen hat. Um zu verhindern dass der Aufbau der Verbindung zum Play Services unnötig in die Länge gezogen oder durch einen Fehler abgebrochen wird, kann nun durch eine neue Funktion schon vorher abgerufen werden ob eine API zur Verfügung steht oder nicht.



Im obigen Video sind noch einmal alle Änderungen in einer doch recht unterhaltsamen Präsentation noch einmal zusammengestellt. Das aktualisierte SDK steht ab sofort zur Verfügung und kann von den Entwicklern genutzt werden.

» Ankündigung im Android Developers-Blog



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