Chrome: Google bringt Desktop-Login per QR-Code – ein ganz neues Konzept für die kommenden Googlebooks?
Der Browser Google Chrome bietet den Nutzern auf allen Plattformen eine ganze Reihe von Vorteilen und Komfortfunktionen, die sich auch auf den Login stützen. Jetzt steht eine interessante neue Funktion vor der Tür, die sich in dieser Woche erstmals gezeigt hat und auch ein neues Nutzungskonzept für die Googlebooks vermuten lässt: Der Chrome-Login per QR-Code.
Der Browser Google Chrome lässt sich problemlos in der neutralen Variante ohne Google-Konto nutzen, doch die meisten Nutzer dürften wohl dennoch einen Login verwenden, der eine ganze Reihe von Vorteilen bietet: Das beginnt bei der Synchronisierung von Lesezeichen, geht über die Synchronisierung von Passwörtern und Zugangsdaten, die Anbindung an die Google-Dienste und reicht bis zu einigen Sicherheitsfunktionen.
Schon wenige Sekunden nach dem Login passt sich Google Chrome an das Nutzerkonto an und hält alle Lesezeichen bereit, das möglicherweise ausgewählte Oberflächendesign, die Browsererweiterungen, den Google-Login und die weiteren Passwörter. Es gibt also gute Gründe, sich bei praktisch jeder Nutzung in den Browser einzuloggen. Bisher erfolgt das per Benutzername und Passwort, wobei möglicherweise noch eine 2FA-Bestätigung am Smartphone durchgeführt werden muss.
In Kürze startet man den Chrome-Login per QR-Code, mit dem man weder Benutzername noch Passwort oder die 2FA-Bestätigung benötigt. Stattdessen wird einfach nur der im Browser gezeigte QR-Code mit dem Smartphone eingescannt. Das sorgt dafür, dass die auf dem Smartphone abgelegten Logindaten auf den Computer des Nutzers übertragen werden. Ein ähnliches System kennt man hauptsächlich von Smart TVs.
Neues Sharing-Konzept für Googlebooks?
Jetzt kann man sich fragen, wofür eine solche Funktion benötigt wird. Klar, der Login kann schneller von der Hand gehen – aber wie real ist das? Als Desktopnutzer loggt man sich genau einmal in den Chrome-Browser ein und benötigt es danach ohne Neuinstallation nie wieder. Eine echte Zeitersparnis gibt es nicht, denn während beispielsweise das Eintippen am Smart TV keinen Spaß macht, ist das beim Desktoprechner oder Laptop dank Tastatur kein Problem. Bleiben also nur die Nutzer, die ihr Google-Passwort nicht kennen oder häufig neue Geräte nutzen.
Rund um Googles Desktop-Anlauf mit Chrome scheint es naheliegend, dass vieles aktuell mit Blick auf die kommenden Googlebooks geschieht – den Nachfolgern der Chromebooks. Gut möglich, dass Google diese nicht nicht nur im Privatbereich etablieren will, sondern auch stark auf Sharing setzt – an öffentlichen Stellen. Mit temporären Sessions könnten alle Nutzer sehr schnell per Smartphone ihre Chrome-Oberfläche erhalten und entsprechend nutzen können.
Die enge Anbindung zwischen Smartphone und Desktop auf den Googlebooks würde einen solchen QR-Login nicht notwendig machen, daher muss es Ideen in der Schublade geben, eine Art Sharing-Struktur rund um die Geräte oder andere Desktopcomputer mit Chrome aufzubauen. Wir dürfen gespannt sein.
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