Android: Google baut den Play Store um – alternative Zahlungsanbieter und niedrigere Gebühren ab Dienstag
Der Google Play Store ist mit großem Abstand die meistgenutzte Anlaufstelle für Android-Apps und hat daher auch nach Ansicht der Gerichte ein Monopol. Nach einer Niederlage im vergangenen Jahr wurde Google zum großen Umbau verdonnert, der in diesen Tagen starten wird: Nutzer in vielen Regionen, darunter auch die EU, können alternative Zahlungsanbieter für den Kauf von Apps, Inhalten und Abos auswählen.
Wer im Google Play Store Apps oder Spiele kaufen möchte, Medien kaufen möchte, Abos abschließt oder In-App-Items kauft, konnte diese Zahlung bisher nur über Google Payments abwickeln. Dieses entstandene Monopol muss nun aufgebrochen werden, sodass Google bereits ab der kommenden Woche alternative Zahlungsdienstleiste ermöglicht. Nutzer haben beim Kauf von Inhalten jeglicher Art die Wahl, welchen Zahlungsanbieter sie verwenden möchten – natürlich steht auch Google selbst weiterhin zur Auswahl.
Im Zuge dieser Umstellung sinken auch die Gebühren bzw. die einbehaltenen Provisionen, denn Google trennt nun zwischen der Gebühr für den Play Store und die Zahlungsabwicklung – klar, denn auch andere Anbieter werden eine Gebühr erheben. Daher splittet man diesen Betrag auf, der schlussendlich für die Nutzer aber nichts ändert. Denn nur weil die Gebühren dezent sinken könnten, werden wohl nur die allerwenigsten App-Anbieter diesen Vorteil in irgendeiner Form weitergeben.
Auf obigem Screenshot könnt ihr sehen, wie die Auswahl für einen Zahlungsanbieter aussehen wird. Der Google Play Store listet die Anbieter in einem neuen Overlay auf und zeigt dazu, welche Zahlungsmittel diese unterstützen. Wählt man Google Play als Zahlungsmethode aus, bleibt alles beim alten und es ändert sich nichts. Wählt man hingegen einen alternativen Anbieter, öffnet sich entsprechend die Webseite des Anbieters, bei dem die Bezahlung durchgeführt wird.
Ich denke, aus Nutzersicht dürfte es kaum einen Grund geben, einen alternativen Zahlungsanbieter auszuwählen, daher dürfte der finanzielle Schaden für Google auch gar nicht so groß sein. Vergleichbar mit der Suchmaschinen- und Browser-Auswahl bei der Neueinrichtung, die Google ebenfalls allesamt „gewinnt“.
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