Google Werbung: Das Web ist das, was du daraus machst

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Mit zwei Werbeclips, die seit einigen Tagen über die Bildschirme im Fernsehen laufen, macht Google auf sich und auf seine Zahlreichen Dienste aufmerksam. Bei einem der Clips verweist man zudem auf ein Projekt des Rollstuhlfahrers Raul Krauthausen, der über Street View prüfte, ob die Orte barrierefrei sind oder nicht. Später entstand wheelmap.org, auf der man eintragen kann, ob ein Geschäft für Rollstuhlfahrer geeignet ist. 

Beide Clips sind jeweils über eine Minute lang und laufen derzeit noch in der ungeschnitten Version.

Hier der Clip der kleinen Antonia, die mit verschiedenen Google Dienste „aufwächst“:

http://www.youtube.com/watch?v=_P_JzZ5Stvc

Im Clip zu Wheelmap.org tritt der Initiator selbst auf. Im Interview mit golem.de vor einigen Tagen sagte er, dass im Grunde genommen jeder mal behindert ist, sei es im Alter oder zum Beispiel auch wegen benötigter Hilfe wegen eines Armbruches.

http://www.youtube.com/watch?v=u7ddxtFK1T8

Zu Wheelmap.org kann jeder beitragen und so vielleicht auch helfen, dass Geschäfte Barrieren abschaffen und die Zugänglichkeit erhöhen. Am 1. Geburtstag vor einer Woche teilte man mit, dass man 75.000 Einträge hat. „Es gibt Hunderte von Webseiten die über die Öffnungszeiten, Preise und Services informieren. Aber nur sehr wenige, auf der ich mich über den Zugang informieren konnte“, so Krauthausen.

Die Clips wurden inzwischen auf den wichtigen Privatsendern (RTL, Sat.1 und ProSieben) gesehen. Ob Google diese Clips auch auf den öffentlich-rechtlichen Sendern ausstrahlt, ist uns unbekannt.

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comment ommentare zur “Google Werbung: Das Web ist das, was du daraus machst

      • Hey Globin und Pascal, ihr habt beide recht. In dem Spot sieht man, dass Raul über die Streetview darauf hinweist, dass man in das Café wegen der Stufen am Eingang nicht reinkommt. Die Wheelmap möchte auf dieses Problem schon hinweisen, bevor man vor einer Kneipe, Cafe oder Bank etc. steht und nicht reinkommt. Deswegen kann jeder auf wheelmap.org Orte nach einem einfachen Ampelsystem markieren. Und das Kartenmaterial, was die Wheelmap dazu verwendet, stammt von der OpenStreetMap, auf die auch im Spot zwei mal hingewiesen wird.

        Wenn man bei der wheelmap aber auf die Details von einem Ort geht, kann man den Streetview-Ausschnitt sehen, sofern vorhanden und kein Auto davor steht, hier zum Beispiel: http://wheelmap.org/nodes/312697036

  • Mein erster Gedanke: Timeline

    Nur, dass google das nicht so direkt sagt, wie facebook. Das macht die Sache irgendwie noch unheimlicher als facebook.

    Immerhin gibt es einen Unterschied. Bei google kann man sein Leben archivieren, wenn man will – muss aber nicht. Bei FB soll man (wenns nach Zucki geht).

  • Ach ich finde die Idee mit der E-Mail Adresse fürs Baby ganz witzig (würde ich NIE machen aber na ja *G*) aber man stelle sich mal vor man zieht das so konsequent durch und wenn das Kind 16 ist zeigt man ihm/ihr sein/ihr Leben… 🙂

    Auch das mit der Wheelmap finde ich ganz gelungen… Hier wird auf ein Problem hingewiesen, was jemand ganz gelungen… Na ja nicht gelöst aber ganz gut verarbeitet.

  • Wat? Timeline?
    Der Vergleich passt doch 0. Die Botschaft der Werbung ist doch klar: „Das Web ist das, was du daraus machst“. Es geht nicht darum, dass Google etwas will, sondern das man mit den Spots andeuten möchte, was mit dem Internet so alles möglich sein kann. Es gibt halt tatsächlich Eltern, die ihren Kindern z.B. Profile in Sozialen Netzwerken anlegen.
    Muss man nicht gut finden – aber diese Eltern finden es ja anscheinend toll.
    Der zweite Spot ist dagegen dann halt wieder das Beste Beispiel für den einfachen und unkomplizierten Informationstausch vieler Leute.

  • Ich fand den ersten Spot eher sehr erschreckend, da doch niemand wirklich weiß, was mit den Daten passiert oder wer sich dann für die Tochter interessiert. Nicht jeder ist ein Medienprofi und kann entscheiden, welche Informationen besser nicht veröffentlicht werden sollten.
    Gleiches gilt natürlich auch ebenso für Facebook, zumal auch unabhängig von diesen Seiten auch andere die eingegebenen Daten archivieren können und beliebig weiterverteilen könnten.

    Das Beispiel des zweiten Spots macht da schon mehr Sinn, schließlich geht es um nützliche (nicht personenbezogene) Informationen.

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