Die vergangene Woche ist für Google France gleich mit Hiobs-Botschaft gestartet: Mehr als 100 Beamte haben eine Razzia in den Google-Büros durchgeführt und haben die gesamte Pariser Niederlassung auf den Kopf gestellt. Trotz jahrelanger Streitigkeiten mit dem französischen Finanzamt kam die Durchsuchung für Google völlig überraschend - was auch Sinn der Sache ist. Jetzt hat die leitende Beamte der Ermittlungen in einem Interview über die Vorbereitung dieser Razzia gesprochen.
Seit einigen Tagen wird wieder ein Update für die Google Maps-App für Android ausgerollt, die offiziell nur kleinere Änderungen mit sich bringt und auch Fußgängern und Fahrradfahrern mehr Optionen bei der Navigation gibt. Tatsächlich sind aber noch sehr viele weitere Änderungen in der App enthalten, von denen bei einigen nicht ganz klar ist, was sie überhaupt bewirken. Außerdem gibt es Hinweise in der APK-Datei, dass der Offline-Modus in Zukunft auch auf die Routenplanung ausgeweitet wird.
Genau so überraschend wie Google damals mit der Übernahme von einem Dutzend Firmen in die Robotik eingestiegen ist, könnte auch der Ausstieg von Alphabet aus diesem Bereich kommen: Schon seit einigen Monaten gibt es Gerüchte über einen Verkauf von Boston Dynamics, das bisher das Aushängeschild der Robotik-Bemühungen von Google gewesen ist. Laut einem neuen Bericht soll der Verkauf schon bald eingeleitet werden, der wegen unüberbrückbarer Differenzen nicht mehr abgewendet werden kann.
In der vergangenen Woche gab es ein Update für die Google Photos-App, das an der Oberfläche keine Änderungen oder neuen Funktionen mit sich gebracht hat. AndroidPolice hat sich die APK-Datei aber natürlich trotzdem vorgenommen und hat dort eine ganze Reihe von zukünftigen Funktionen gefunden. Die wichtigste Änderung wird es aber für Besitzer von Nexus-Smartphones geben: Diese können ihre Fotos in Zukunft in Originalgröße speichern, ohne dass diese vom Speicherplatz-Kontingent abgezogen werden.
Es ist gerade einmal gut ein Jahr her, dass Google Photos als eigenständiges Produkt gestartet worden ist, auch wenn es eigentlich nur aus dem damaligen Google+ Photos hervorgegangen ist. Zum ersten Geburtstag nennt Google einige Nutzungszahlen zur eigenen Foto-Plattform und gibt auch einige Tipps zur täglichen Nutzung des Angebots. Außerdem stellt man auch einen Easteregg in Aussicht, der bisher noch nicht gefunden wurde.
Vor wenigen Tagen hat Google nach längerer Funkstille die endgültigen Details zum Project Ara bekannt gegeben und hat auch Informationen über den Vertrieb und die Module des modularen Smartphones veröffentlicht. Während viele Beobachter von dem Konzept begeistert sind und sich eine kleine Smartphone-Revolution erwarten, zeigt sich der geistige Vater dieser Idee wenig beeindruckt.
Bis zum Herbst, in dem Google traditionell die neuen Nexus-Geräte vorstellt, ist es noch einige Monate Zeit - aber schon jetzt wird das Produktportfolio aufgeräumt und die ältere Generation eingestellt: Wie HTC jetzt verkündet hat, wurde die Produktion des Nexus 9-Tablet unlängst eingestellt und es werden nur noch die Lagerbestände abverkauft. Das Nexus 9 war das letzte Gerät aus der 2014er-Generation, die alles andere als erfolgreich gewesen ist.
Der seit vielen Jahren tobende Streit zwischen Google und Oracle ist vorerst beendet: Gestern Abend hat das Gericht geurteilt, dass Google keine Urheberrechte von Oracle verletzt hat und keine Lizenzgebühren oder Strafen nachzahlen muss. Damit ist Google vorerst freigesprochen - und das nicht zum ersten mal - und den Anwälten dürfte ein großer Stein vom Herzen fallen. Oracle will die Sache aber noch nicht auf sich beruhen lassen und hat angekündigt in Berufung zu gehen.
Betrachtet man die ganze Android-Landschaft im gesamten, läuft das Betriebssystem auf mehr als 24.000 verschiedenen Geräten, und fast täglich kommen neue dazu. Schon bald könnte Android aber auch einem populären Gerät zum Einsatz kommen, das normalerweise ohne Betriebssystem ausgeliefert wird: Der Raspberry Pi 3. Es gibt einen eindeutigen Hinweis darauf, dass der Mini-Computer schon bald offiziell von Google unterstützt wird.
Eines der großen, wenn nicht sogar das größte, Probleme von Googles Betriebssystem Android ist die hohe Fragmentierung: Der allergrößte Teil der Nutzer ist stets mit alten Versionen des Betriebssystems unterwegs und hat keine Aussicht auf zeitnahe Updates durch die Hersteller. Google weiß seit Jahren um dieses Problem, ist aber gegen die Update-Faulheit der Hersteller machtlos. Schon bald könnte man die Hersteller aber mit einer Hall of Shame unter Druck setzen.