Gemini & Google Sites: KI-ChatBot erstellt jetzt fertige Web-Apps – kostenloses Tool könnte vieles ändern
Mit dem KI-ChatBot Gemini haben alle Nutzer die Möglichkeit, innerhalb der Konversation Web-Anwendungen zu erstellen – zu völlig verschiedenen Zwecken. Jetzt wird eine große Neuerung ausgerollt, die dieser Funktion eine völlig neue Qualität gibt und vielleicht richtungsweisend sein wird: Alle Web-Apps lassen sich zu Google Sites exportieren, wo sie für andere Nutzer zugänglich sind.
Gemini hat starke Programmierfähigkeiten, die gerade erst mit dem Release von Gemini 4 Argon weiter ausgebaut wurden. Manchmal erstellt Gemini ohne Aufforderung Web-Apps für die Nutzer, um Dinge besser erklären bzw. visualisieren zu können. In anderen Fällen haben Nutzer konkrete Wünsche und erhalten je nach Modell, Aufwand und eigener Pflege auch umfangreichere Web-Anwendungen, die auch außerhalb des Chats interessant sein können.
Bisher ließen sich die Web-Apps nur direkt im Chat verwenden oder in eingebetteter Form teilen, doch in diesen Tagen kommt eine dritte Variante dazu: Die Nutzer können jetzt Gemini Web-Apps zu Google Sites exportieren, wo sie direkt als vollständiges Projekt zur Verfügung stehen. Aus diesem Portal lassen sie sich weiter anpassen und stehen bei Bedarf öffentlich für alle Nutzer zur Verfügung. Es ist also zumindest theoretisch möglich, auf diesem Wege umfangreiche Web-Apps zu bauen, die potenziell von einer großen Nutzerbasis verwendet werden.
Auch wenn das eine naheliegende Funktion ist, ist sie dennoch genial und könnte sich für Google als mehrfacher Gewinn erweisen. Zum einen nutzt man die Möglichkeiten des eigenen Portfolios besser aus – womit man der Konkurrenz aufgrund der enormen Breite des App-Angebots weit voraus ist. Das seit vielen Jahren bestehende Google Sites galt bisher nicht wirklich als Fokusprodukt und erhält dadurch ganz neuen Schwung. Möglicherweise steht hier auch bald ein großes Update an, dass Gemini direkt integriert und den Nutzern sehr viel Möglichkeiten fernab des Designs und mit Fokus auf interaktiver Funktionalität gibt.
Große Web-Apps auf Google-Servern?
Nicht nur das Einzelprodukt Google Sites sowie die Funktionalität von Gemini profitieren von dieser Änderung, sondern es könnte auch mittelfristig die Landschaft der Web-Apps verändern. Wer heute schon Medien jeglicher Art rein mit KI zusammenklöppelt und damit Geld verdient, kann das schon bald auch mit größeren und sinnvolleren Web-Apps tun. Diese landen dann mit einem Klick bei Google Sites und stehen ohne weiteren Aufwand bereit.
Gut denkbar, dass Google weitere Dienste anbinden wird: Werbefinanzierung per AdSense/Doubleclick auf Knopfdruck, bei großem Ansturm der nahtlose Wechsel auf ein kostenpflichtiges Google Cloud-Angebot, gepaart mit der Sicherheit der Google-Umgebung. Ich denke, dass das für viele Web-Apps recht schnell ungemütlich werden könnte, denn ganz offensichtlich will Google die Programmierkenntnisse von Gemini stark ausbauen – das wird bei Argon nicht enden.
Wir dürfen gespannt sein, wie sich diese Entwicklung fortsetzt. Es scheint sehr viel mehr zu sein als nur ein reines Komfort-Feature für Gemini-Nutzer.
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