Android: Neue Google-App ‚Motion Assist‘ startet jetzt für viele Smartphones – hilft gegen Reisekrankheit
Das Portfolio der Google-Apps wächst immer weiter und hat erst mit der neuen internen App Google Motion Assist erst vor wenigen Tagen die nächste Erweiterung erhalten. Jetzt wird diese im Rahmen des Android Feature Drop angekündigt App nicht nur für Pixel-Smartphones ausgerollt, sondern startet auch auf allen Samsung-Smartphones mit Android 17. Wir zeigen euch, was die App tut.
Eine vielleicht größere Zahl an Menschen als landläufig vermutet leidet an der Reisekrankheit, die auch während einer Autofahrt auftreten kann oder in anderen Fortbewegungsmitteln in Erscheinung tritt. Bei dieser „Krankheit“ handelt es sich um ein einsetzendes Schwindelgefühl, das durch die Nutzung eines feststehenden Gegenstands verschärft wird – egal ob es sich um ein Buch handelt, um eine Karte bei der Autofahrt oder eben das Smartphone. Das Ganze lässt sich einfach damit erklären, dass die Augen ein anderes Signal liefern, als es die gefühlte Bewegung vermittelt.
Das vor den Augen insgesamt eher fixierte Smartphone in der Hand passt nicht zu der von den anderen Sinnen wahrgenommenen Bewegung. Wer massiver darunter leidet, kann das Smartphone im Auto, im Bus oder in anderen Fortbewegungsmitteln kaum bis gar nicht nutzen. Google will dieses Thema mit einer neuen internen App lösen, die sich schon seit längerer Zeit im Testlauf befindet und zunächst als „Motion Cues“ bekannt gewesen ist.
Die neue App nennt sich Google Motion Assist, befindet sich innerhalb des Google Play-Ökosystems und löst das Problem durch eine etablierte Methode: Nämlich durch die Einblendung von Punkten (man spricht von „Flecken“) auf dem Display. Es werden insgesamt 14 Punktpaare eingeblendet, die zunächst wahllos positioniert scheinen, es aber gar nicht sind. Diese sind nicht statisch, sondern reagieren auf die Bewegung des Geräts, gleichen diese aus und sorgen somit für das Auge für feststehende Punkte.
Diese Punkte sollen dem Auge eine Orientierung bieten und damit die Reisekrankheit und das damit verbundene Schwindelgefühl weitestgehend einschränken oder gar vollständig verhindern. Das funktioniert ganz einfach: Die Punkte werden von den Augen wahrgenommen, vom Gehirn aber recht schnell „ausgeblendet“, sodass sie bei der Nutzung des Smartphones gar nicht stören sollen. Innerhalb der App gibt es ein Feintuning für die Darstellung, das man an die eigenen Bedürfnisse anpassen muss.
Die Nutzer können Form und Farbe der Flecken anpassen, so wie ihr das auf den Screenshots hier im Artikel sehen könnt. Das Problem klingt für Jemanden, der nicht darunter leidet, vielleicht nicht nachvollziehbar – aber das ist bekanntlich bei vielen Dingen so. Gut, dass Google das im Rahmen der zahlreichen Barrierefreiheit-Funktionen jetzt anbietet.
Die neue Funktion wurde kürzlich im Rahmend des Android Feature Drop angekündigt und geht jetzt für alle Pixel-Smartphones und Samsung-Smartphones mit Android 17 in den Rollout. Warum es dazu unbedingt Android 17 braucht, bleibt wohl Googles Geheimnis. Rein technisch ließe sich das sicherlich auch für ältere Android-Versionen umsetzen – vor allem im Rahmen der mit umfangreichen Berechtigungen versehenen Play Services. Nach Abschluss des Rollouts findet ihr die Funktion in den Smartphone-Einstellungen und könnt es nach einmaliger Freischaltung über die Schnelleinstellungen aktivieren oder deaktivieren.
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