Project Tango: Google produziert auch Tablets mit 3D-Sensoren

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Vor einigen Monaten hat Google erstmals das Project Tango vorgestellt – ein Smartphone mit einer ganzen Reihe von zusätzlichen Sensoren zur Wahrnehmung der Umwelt. Die Smartphone-Prototypen können sich ein Recht genaues Bild ihrer Umgebung machen und sollen in Zukunft unter anderem erweiterte Navigationsmöglichkeiten bieten. Jetzt produziert Google zusätzlich auch noch Tablets mit dieser Technologie.


Das im Februar vorgestellte Smartphone verfügt über mehrere Kameras auf der Vorderseite, Rückseite und auch an den Seiten und ebenfalls über eine ganze Reihe von Abstandssensoren an allen wichtigen Punkten. Gemeinsam mit den GPS-Daten, Geschwindigkeitssensoren und den integrierten Gyroskopen kann sich das Smartphone so innerhalb kürzester Zeit ein komplett digitales 3D-Bild der eigenen Umgebung machen.

Diese Technologie ist zwar noch nicht reif für den Alltag, vor allem weil gerade die Kameras das allgemein Design und Handling eines Smartphones zerstören, aber in Zukunft könnten diese Technologien möglicherweise auch in Smartwatches oder anderen Wearables eingesetzt werden. Vor einigen Wochen hat Google in Zusammenarbeit gar ein Smartphone mit den Tango-Sensoren in den Weltraum geschossen, wo es sich trotz der Schwerelosigkeit praktisch von selbst orientieren konnte.

Projekt Tango

Jetzt hat man diese Technik auch auf die nächstgrößere Geräteklasse übertragen und produziert aktuell 4000 mit Sensoren und Kameras vollgestopfte Tablets, diese sind allerdings nicht für den Verkauf an den Endkunden gedacht. Google möchte diese Geräte an interessierte Entwickler und Partner abgeben, die erste Apps entwickeln können um die volle Sensoren-Power zu nutzen. Die Tablets verfügen über ein 7 Zoll-Display, zwei Kameras auf der Frontseite und mehrere Abstandssensoren auf Infrarot-Basis. Weitere technische Daten sind aktuell nicht bekannt.

Und so sieht ein Tango-Gerät seine Umwelt:


In Zukunft möchte Google diese Technologie vor allem für eine noch genauere Navigation, vor allem im inneren von Gebäuden, verwenden und damit auch sehbehinderten Personen eine weitere Hilfestellung geben. Aber auch zur allgemeinen Digitalisierung von Gebäudeinneren könnten diese Geräte genutzt werden, der Alltagseinsatz dieser Sensoren-Power wird sich wohl erst später durch die von den Entwicklern programmierten Apps ergeben. Auch zur Raumvermessung dürfte das Smartphone in Zukunft nützlich sein.

[9to5Google]



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