Googlebooks: Das sind die neuen Google-Laptops für den Desktop – alle Infos und die ersten Geräte (Galerie)
Google hat vor einigen Monaten die neue Geräteklasse der Googlebooks vorgestellt, die nicht mehr lange auf sich warten lassen werden und schon in den nächsten Wochen auf den Markt kommen sollen. Laut aktuellen Spekulationen sollen die Vorbestellungen schon am Montag starten, sodass wir euch in diesem Artikel noch einmal alle bisher bekannten Informationen zusammenfassen und die ersten Geräte zeigen.
Nach mehreren Anläufen mit überschaubarem Erfolg will Google den Desktop noch einmal völlig neu angreifen und hat dafür nicht nur ein umfangreiches Software-Portfolio geschaffen, sondern auch eine ganz neue Geräteklasse aus dem Boden gestampft. Die brandneuen Googlebooks sollen zwar gewöhnliche Laptops sein – so wie das schon bei den Chromebooks der Fall war – sich aber durch ein alternatives Betriebssystem vom Rest des Marktes abheben. Dabei handelt es sich natürlich um Android bzw. Aluminium OS.
Google hat das Rad für die Googlebooks nicht neu erfunden, sondern setzt auf Bewährtes – der größte Unterschied sind nur minimale Designmerkmale sowie das bereits erwähnte Betriebssystem Aluminium OS. Ansonsten sind die Googlebooks äußerlich und auch in puncto allgemeinem Bedienkonzept nicht von Laptops oder Macbooks zu unterscheiden. Eine Lichtleiste, die sich auch auf dem Zubehör wie der Maus fortsetzen könnte sowie der unter der Tastatur positionierte Schriftzug „Googlebook“ sind die wichtigsten Erkennungsmerkmale.
Die Googlebooks werden nicht von Google selbst hergestellt, sondern man hat sich namhafte Partner wie Acer, Asus, Dell, HP und Lenovo gesucht, die die Geräte in ihr eigenes Portfolio aufnehmen. Auch Google selbst könnte in Zukunft eigene Chromebooks herausbringen (analog zu den Pixel-Smartphones), doch bisher hat man sich da noch nicht in die Karten blicken lassen. Schauen wir uns doch einmal an, was bisher alles bekannt geworden ist.
Googlebooks bringen hochwertige Hardware
Google zielt mit den Googlebooks auf den gehobenen Massenmarkt ab. Schon von Beginn an hieß es, dass die Geräte nicht zu den günstigsten zählen werden, sondern stattdessen auf Top-Ausstattung, starke Leistung und hohe Qualität setzen. Es sind Premium-Produkte – zumindest soll das für die erste Generation gelten. Natürlich kann sich das im Laufe der Zeit ändern und bei Erfolg ein breites Portfolio entstehen, so wie das auch bei den Android-Smartphones viele Jahre lang der Fall gewesen ist.
Allerdings wird es wohl niemals echte „Billiggeräte“ geben – zumindest nicht unter der Bezeichnung „Googlebook“. Denn das Unternehmen steht mit dem eigenen Namen für diese Produktlinie und wird sie daher kaum verwässern lassen. Eine breite Öffnung des Betriebssystem Aluminium OS außerhalb der Googlebook-Welt ist sicherlich denkbar, wäre jetzt aber noch zu verfrüht. In der ersten Welle will Google selbst keine eigenen Geräte bauen und verlässt sich auf hochkarätige Partner. Angekündigt hat man Acer, Asus, Dell, HP und Lenovo. Warum Googles Best-Buddy Samsung fehlt, wissen wir nicht. (Meine Spekulation: Das erste „Google Googlebook“ wird von Samsung stammen.
Erste Details zur Ausstattung
Jeder Hersteller wird seine eigenen Googlebooks bauen, wobei Google nur die Rahmenbedingungen und Mindestanforderungen vorgeben dürfte. Es ist allerdings zu erwarten, dass die reinen Spezifikationen gar keine so große Rolle spielen, weil Google auf das Konzept „it just works“ setzt. Die Nutzer sollen sich nicht mit langweiligen Specs beschäftigen müssen – maximal vielleicht dem Speicher. AUf dieses Konzept hat man schon bei den Chromebooks in den letzten Jahren gesetzt und wird dies sicherlich fortführen.
In Googles Teaserbild zeigt sich der Schriftzug „Googlebook“ unter der Tastatur, außerdem sehen wir eine Google-Taste neben der Leertaste sowie die bereits erwähnte Lichtleiste. Für die biometrische Sicherheit gibt es einen Fingerabdruckscanner oben rechts. Ein spannendes Detail ist die abgebildete F13-Taste, die es bei anderen Laptops üblicherweise nicht gibt. Ob die Taste eine besondere Funktion haben wird, bleibt abzuwarten.
Lenovo Googlebook
Eines der ersten verfügbaren Geräte dürfte das Lenovo Googlebook sein, denn dieses ist in den letzten Wochen gleich drei Mal geleakt worden und hat dadurch sowohl sein Äußeres als auch einige Spezifikationen verraten. Es war auch das erste echte Gerät, an dem wir nachvollziehen konnten, dass die Geräte wohl tatsächlich einfach nur „Laptops“ sind und sich nicht unbedingt mit einem innovativen Äußeren in irgendeiner Form abheben müssen.
- Intel Core Ultra 5 325
- 16 GB / 32 GB LPDDR5x RAM
- 256 GB / 512 GB Speicherplatz
- 15,3 Zoll, 2880 x 1800 OLED, 120 Hz, 16:10, Touchscreen
- 70-Wh-Akku, bis zu 11 Stunden Laufzeit
- Haptisches Trackpad (150x95mm)
- 2x USB-C/Thunderbolt 4, USB-A, HDMI 2.0, Audiobuchse
- Fingerabdrucksensor & „Google-Gesichtsauthentifizierung“
» Alle Infos zum Lenovo Googlebook
Dell Googlebook
Erst in dieser Woche gab es einen Leak zum Dell Googlebook, der die bisherigen Erkenntnisse ein weiteres Mal bestätigt hat. Aber nicht nur das, denn auch die Marktpositionierung lässt sich bei Dell nachvollziehen. Man positioniert das Googlebook in der XPS-Serie, die für Premium-Hardware steht und somit unterstreicht, dass die erste Generation nicht unbedingt günstig angeboten werden dürfte.
Das Dell Googlebook soll ein 13,4-Zoll-Display haben und rund 1,1 kg wiegen. Diese Eigenschaften sollen laut den Leakern dem Windows-basierten Dell XPS 13 DX13260 sehr ähnlich sein. Zuvor aufgetauchte Benchmarks zeigen, dass der Android-Laptop mit einem leistungsstarken Prozessor der Marke „Snapdragon X Elite X1E-80-100“ ausgestattet sein wird und mit 16 GB oder 32 RAM zu haben sein soll. Weitere Details sind zur erwarteten Ankündigung kommenden Montag oder vielleicht auch erst am 5. Oktober zu erwarten.
» Alle Infos zum Dell Googlebook
Intelligence is the new Spec
Schon bei der ersten Ankündigung und auch auf der Teaserseite verlautbart man: „Intelligence is the new Spec“. Die Nutzerschaft soll sich nicht mehr mit Taktfrequenzen, RAM und anderen Dingen beschäftigen müssen, sondern sich rein auf die Nutzung konzentrieren können. Ganz ähnlich, wie man es von den Google Chromebooks oder auch den Apple-Geräten kennt. Fraglich allerdings, wie sich die Hersteller dann untereinander abheben sollen.
Die Googlebooks kommen im September und Oktober
Google hat die Googlebooks in dieser Woche geheim vorgestellt. Es gab ein großes Presse-Event mit Sperrfrist, auf dem man der Fachwelt die neuen Geräte präsentiert hat. An diesem Montag, dem 21. September, sollen die Geräte in die Vorbestellerphase gehen und spätestens am 5. Oktober will man zu einem echten Googlebook-Event laden und alle Informationen veröffentlichen.
Ob wir mit den „Googlebooks“ eine echte Alternative erhalten, die nicht nur den Desktop, sondern den gesamten Gerätebereich nachhaltig verändern wird, bleibt abzuwarten.
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