Neuer Transparenzbericht: 77 Prozent aller Verbindungen zu Google sind mittlerweile verschlüsselt

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In den letzten Jahren hat Google nach und nach alle eigenen Angebote auf verschlüsselte HTTPS-Verbindungen umgestellt und trägt auch durch einige andere Maßnahmen einen wichtigen Teil dazu bei, dass immer mehr Verbindungen im Surf-Alltag des Nutzers verschlüsselt sind. Jetzt hat Google im Rahmen des Transparency Reports einen Bericht veröffentlicht, der einige Statistiken zu den verschlüsselten Verbindungen der Google-Services verrät.


Nicht nur durch die Umstellung der eigenen Angebote sorgt Google für mehr Sicherheit auf Seiten der Nutzer, sondern auch durch immer weiter steigende Maßnahme im Chrome-Browser und in der Websuche – und dabei kommt man offenbar sehr gut voran. Mittlerweile dürften die Werte in den Augen der Sicherheitsexperten so gut sein, dass Google nun einen Transparenzbericht veröffentlicht in dem man die eigenen Fortschritte und die der anderen populären Webseiten beobachtet.

google traffic

Global betrachtet sind mittlerweile 77% aller Anfragen die die Google-Server bearbeiten verschlüsselt. Noch vor zwei Jahren lag dieser Wert bei gerade einmal 50% – also ein gewaltiger Fortschritt in einer relativ kurzen Zeit. Wie obige Grafik zeigt, steigt der Anteil der verschlüsselten Verbindungen immer weiter an, wenn natürlich auch nur sehr langsam. In der Statistik sind viele Google-Angebote enthalten, allerdings ist unter anderem YouTube nicht darunter.

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Eine weitere Grafik zeigt auch eine Auswertung nach den einzelnen Produkten. Während GMail und Drive die einzigen Produkte sind die seit jeher nur eine verschlüsselte Verbindung erlauben, steigen die Anteile bei den meisten anderen Angeboten weiter an. Die Google Maps kommen auf einen Anteil von 83%, die Werbung auf 77% und die News sowie Finance auf 60% bzw. 58% – wobei bei letzterem der Anteil leicht gesunken ist.

Auch eine Auflistung nach Ländern gibt es, wobei Deutschland in einem sehr guten Mittelfeld liegt: 75 Prozent aller Anfragen aus Deutschland sind mittlerweile verschlüsselt, Spitzenreiter ist überraschenderweise Mexiko mit einem Anteil von 86 Prozent.



Bei den Anfragen die nicht verschlüsselt sind, stammen gewaltige 95,5 Prozent von mobilen Geräten. Das liegt unter anderem daran, dass diese Anfragen zum Teil von sehr alten Geräten mit veralteten Betriebssystem kommen, die keine verschlüsselten Verbindungen unterstützen und auch schon lange nicht mehr aktualisiert werden. Gegen diese lässt sich also nichts tun, der Anteil wird nur im Laufe der Zeit auf natürlichem Wege sinken.

In einer weiteren Statistik listet Google auch die Top100-Sites im globalen Web auf, die für immerhin 25% des gesamten Internet-Traffics verantwortlich sind. Viele davon unterstützen HTTPS-Verbindungen, aber nur bei den wenigsten ist diese schon Standard. Die Liste der (sehr) bekannten Webseiten ohne HTTPS ist erstaunlich lang und sollte den Unternehmen vielleicht zu Denken geben. Durch diesen Pranger dürfte Google aber mit dazu beitragen, dass sich auch dies in Zukunft ändert.

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