Google Maps Streetview: So könnt ihr alte Aufnahmen sichtbar machen – mit den Straßenfotos auf Zeitreise

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Die fleißigen Fotografen von Google Maps Streetview sind seit mittlerweile 20 Jahren rund um die Welt unterwegs, um möglichst alle Straßen an den wichtigsten Orten abzulichten. Je nach Relevanz und Veränderung einer Ortschaft werden die Bilder in sinnvollen Abständen aktualisiert, aber das bedeutet nicht, dass die alten Aufnahmen verschwunden sind. Wir zeigen euch, wie ihr mit einer recht gut versteckten Funktion eine Streetview-Zeitreise unternehmen könnt.


google maps streetview logo

Kaum zu glauben, dass Google Maps Streetview im kommenden Jahr den 20. Geburtstag feiert, der möglicherweise auch mit einem großen Schwung neuer Bilder und Funktionen bedacht wird. Seit zwei Jahrzehnten bereisen die Streetview-Fotografe die Welt und nehmen Orte, Straßen, Städte, Landschaften, Gebäude und vieles mehr auf – und in angepassten Abständen kehren sie auch an alte Wirkungsstätten zurück. Um das Bildmaterial einigermaßen aktuell zu halten, werden einige Straßen jährlich neu befahren, andere nur alle paar Jahre oder auch nur an ausgewählten Stellen. Klar, dass sich nach 20 Jahren viele Dinge auf dieser Welt verändert haben.

Schon seit vielen Jahren ist es direkt im Browser möglich, eine Streetview-Zeitreise zu unternehmen und seit drei Jahren ist das auch am Smartphone möglich. Mit der Funktion „Back in Time“ lassen sich viele alte Aufnahme wieder abrufen und Gebiete in einem Stadium befahren, das möglicherweise gar nicht mehr existiert. Je mehr Zeit vergeht bzw. desto weiter man zurückreist, desto interessanter wird das. Voraussetzung ist natürlich, dass die Bilder in der Vergangenheit schon zur Verfügung standen und von Google nicht aus diversen Gründen gelöscht werden mussten.

Diese Funktion dürfte nur den wenigsten Streetview-Nutzern bekannt sein, denn sie ist recht gut versteckt – und das, obwohl sie zu einigen Zwecken sehr interessant sein kann. Es lassen sich Fragen beantworten wie: Wie hat sich ein Ort verändert? Ist es eine aufblühende oder aussterbende Region? Nach einem Zeitfenster von bald 20 Jahren lässt sich einiges erahnen oder Vergangenes wieder sichtbar machen. Es ist wirklich schade, dass Google diese Funktion nicht stärker herausstellt und die Nutzer darüber informiert, wie viele „historische“ Bilder schon heute darauf warten, entdeckt zu werden. Das übernehmen wir hier im Blog.




So lassen sich alte Streetview-Aufnahmen wieder aufrufen (Desktop)

  1. Öffnet Google Maps im Desktop-Browser und öffnet die gewünschte Streetview-Ansicht
  2. In der Vollbildansicht gibt es links oben die Information über das Datum der Aufnahme
  3. Gibt es einen Uhr-Button, klickt auf diesen (gibt es keinen, öffnet eine andere Aufnahme)
  4. Im neuen Overlay lassen sich nun alle Aufnahmedaten inklusive Vorschaubild auswählen

Wenn das Datum gewechselt und das Menü geschlossen wird, werden auch alle folgenden Aufnahmen bei der Navigation (wenn verfügbar) in der älteren Version angezeigt. Stehen keine weiteren Aufnahmen mehr zur Verfügung, wechseln die Algorithmen automatisch auf die jeweils folgende Zeitstufe. Es kann daher passieren, dass ihr auch in einem kleinen Umkreis eine Zeitreise unternehmt und sich die Umgebung mit nur einem Schritt verändert. Achtet daher einfach auf die Datumsangabe.

So lassen sich alte Streetview-Aufnahmen wieder aufrufen (Android)

  1. Startet Google Maps auf dem Android-Smartphone und öffnet die gewünschte Streetview-Ansicht
  2. Tippt einmal auf das Bild, wischt das Overlay nach oben und wählt dort das gewünschte Datum aus

Leider lässt sich am Smartphone nur ein Bild abrufen, aber nicht die gesamte digitale Reise im ausgewählten Zeitraum nutzen. Das ist schade, könnte aber irgendwann sicherlich optimiert werden. In Deutschland ist die Zeitreise-Funktion leider noch begrenzt, denn aufgrund des damaligen Boykotts hatte Google alle alten Aufnahmen gelöscht. Hierzulande wird es daher erst im Laufe der Zeit interessanter, während ihr jetzt maximal zwei Jahre zurückreisen könnt.

» Google Maps: Verpixelte Satellitenfotos in Deutschland? Ein riesiger Flickenteppich für viele Ansichten droht

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