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Google sagt Einstieg in den Smartwatch-Markt ab: In diesem Jahr wird es keine Pixel Watch geben

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Bis zum großen Made by Google-Event dauert es noch mehr als einen Monat, aber dennoch kursieren schon jetzt so viele Informationen über die zu erwartende Hardware, dass es auch in diesem Jahr kaum noch etwas geben wird, mit dem das Unternehmen überraschen kann. Vielleicht auch deswegen lässt man sich nun in die Karten blicken und hat offiziell verraten, dass es in diesem Jahr KEINE Pixel Smartwatches geben wird.


In wenigen Wochen wird Googles große Hardware-Show stattfinden und wieder viele neue Geräte bringen, mit denen man immer tiefer in den Alltag der Nutzer vordringen möchte – aber leider noch nicht bis ans Handgelenk. Folgende Geräte dürften aber ziemlich sicher präsentiert werden:

Es gab viele Vorzeichen dafür, dass Google in diesem Jahr eigene Smartwatches unter der Pixel-Marke auf den Markt bringen wird: Zuerst gab es eine Ankündigung von Evan Blass, kurz darauf wurde bekannt, dass sich gleich drei Smartwatches in Entwicklung befinden. Zu guter Letzt haben auch die erst kürzlich angekündigten vielen Verbesserungen an Wear OS dafür gesorgt, dass darüber spekuliert wurde, dass Google Wear OS für die eigene Hardware vorbereitet. Doch nun kommt alles anders.

To think of a one-size-fits-all watch, I don’t think we’re there yet. Our focus is on our partners for now.

Diese Aussage hat Mike Barr, Entwicklungschef von Wear OS, in einem Interview getätigt und damit offiziell die Hoffnungen auf eine Pixel Smartwatch zerstreut. Kurz nach dem Interview soll es auch noch eine offizielle Bestätigung des Unternehmens gegeben haben. Interessant an der Aussage ist, dass es sich offenbar nur um EIN Modell gehandelt hätte – statt wie angenommen 3. Offenbar möchte Google nur eine statt mehrere Uhren auf den Markt bringen.




Fraglich ist, was mit „we’re not there yet“ gemeint ist. Offenbar stehen bei Wear OS noch große Entwicklungen an, mit denen sich einiges grundlegend ändern könnte. Allerdings bezog sich die Aussage auch auf das One-size-fits-all, aber das wird es wohl auch trotz aller Entwicklungen nicht geben. Manche möchten eben ein reines Gadget, andere nur einen Tracker und weder andere benötigen Luxus am Handgelenk. Ich sehe nicht, wie sich das durch Software lösen lassen sollte.

Eine solche Aussage kommt vermutlich bei den Partnern auch nicht gerade gut an, denn es zeigt, dass das Unternehmen hinter Wear OS derzeit selbst noch nicht zufrieden ist und den Markt nicht als reif für ein eigenes Modell ansieht. Eine merkwürdige Strategie, die Google beim neuerlichen Anlauf zur Verbesserung und Verbreitung von Wear OS noch auf die Füße fallen könnte.

Es ist gut möglich, dass sich die bereits angesprochenen Uhren alle in Entwicklung befanden und das Projekt nun erst vor kurzem gecancelt wurde. Das würde auch erklären, warum es die umfangreichen Wear OS-Verbesserungen nicht auf das Hardware-Event geschafft haben, sondern zwischen Tür und Angel verkündet wurden. Unklar ist, was das nun für den neuen Google Coach bedeutet – sofern diese Plattform denn überhaupt existiert. Gerade erst wurde auch Google Fit runderneuert und enthält erste Coaching-Funktionen.

Siehe auch
» Großes Wear OS Redesign: Neue Swipe-Gesten, Google Assistant & Google Fit-Integration und mehr
» Qualitätsoffensive bei Wear OS: Apps müssen in Zukunft einen Review-Prozess durchlaufen

[The Verge]


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