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Konkurrenz für den Google Assistant: HTC U11 – Das erste Smartphone mit Amazons Alexa-Assistentin

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Viele Hersteller versuchen derzeit ihr Glück mit der Entwicklung eines Sprachassistenten, und es wird wohl nicht nur darauf ankommen wie groß der Funktionsumfang ist, sondern auch wie schnell sich die einzelnen Angebote verbreiten und auf wie vielen Plattformen sie zur Verfügung stehen. Mit dem HTC U11 ist nun das erste Smartphone im Handel, bei dem Alexa vorinstalliert ist und sowohl mit einer Quetschgeste als auch mit dem magischen Keyword gestartet werden kann.


Im Bereich der smarten Assistenten für die eigenen vier Wände gibt es derzeit ein Duopol aus Google und Amazon, wobei der Onlineshop-Gigant derzeit noch durch den deutlich früheren Markteintritt dominiert. Auf dem Smartphone hingegen sieht es ganz anders aus, denn dort dürfte wohl Google dank dem vorinstallierten Assistant unter Android die Nase vorne haben. Doch Amazon zieht nun auch in dem Bereich nach und ist nun auf dem ersten Smartphone überhaupt vorinstalliert.

Mit dem HTC U11 hat der Hersteller aus Taiwan wieder ein echtes Top-Smartphone vorgestellt, das nicht nur mit einer innovativen neuen Eingabemethode ausgeliefert wird, sondern auch bei den Sprachassistenten einen leider nicht von vielen Herstellern gewählten Weg geht: Man lässt dem Nutzer die Wahl. Das Smartphone verfügt über einen flexiblen Rahmen, der durch zusammenquetschen eine Funktion ausführen kann – eine ähnliche Funktion wird auch für das Google Pixel 2 erwartet. In der HTC Sense-App kann man dann festlegen, ob die Kamera oder ein Sprachassistent gestartet werden soll.

Mit dem Update von Ende der vergangenen Woche kam nun auch Amazons Alexa als Assistent dazu und ist damit das erste Smartphone, das mit Amazons Assistenten vorinstalliert ausgeliefert wird. Sowohl durch Quetschen als auch durch das magische Keyword „Alexa“ lässt sich die Assistentin aktivieren und hört dann auf den Nutzer. Leider funktioniert das aber nur dann, wenn das Smartphone entsperr ist. Befindet es sich im Standby-Modus, hört Alexa zwar ebenfalls zu, aber das Gerät muss erst entsperrt werden um eine Anweisung abgeben zu können.

Desweiteren steht auch noch der Google Assistant und HTC eigener Assistent zur Verfügung. Löblicherweise bevorzugt man nicht nur das eigene Angebot, sondern ist sich durchaus darüber bewusst dass die Konkurrenz einen besseren Job gemacht hat und bietet diese ebenfalls zur Wahl an. Ganz im Gegensatz zu Samsung.



Damit kommt Amazons Alexa erstmals hochoffiziell auf einem Smartphone als vorinstallierter Assistent zum Einsatz – und das merkt man der Software laut einem ersten Test auch an. Alexa ist derzeit nicht dazu in der Lage, simple Aktionen auf einem Smartphone durchzuführen: Es kann kein Anruf durchgeführt und auch keine Nachricht versendet werden. Das dürfte wohl daran liegen, dass die Assistentin bisher vor allem auf dem Echo und Echo Dot zum Einsatz kommt und solche Dinge dort eben nicht zur Verfügung stehen.

Auch die Alltagstest haben immer wieder bewiesen, dass Alexa es nicht mit dem Google Assistent aufnehmen kann, aber das kann sich natürlich schnell ändern. Amazon setzt derzeit alles daran die Lautsprecher und die Assistentin in die Wohnzimmer der Nutzer zu bekommen und gewährt immer wieder große Rabatte. Wenn man erst einmal auf dem Smartphone vertreten ist, steigt natürlich automatisch auch die Akzeptanz von Alexa an – und das ist für Amazon sicherlich ein guter Schritt.

Auch HTC kann einen solchen Schub sehr gut brauchen, denn so langsam brauchen die Taiwaner mal wieder einen richtigen Erfolg im eigenen Sortiment. Gerade erst hat man aber mit Negativ-Schlagzeilen über Werbung in der Tastatur-App wieder genau für das Gegenteil gesorgt. Dennoch ist die Offenheit von HTC in punkto der Assistenten aller Ehren wert, und vor allem Samsung sollte sich eine Scheibe davon abschneiden.

Derzeit ist Alexa übrigens nur in den USA über HTC Sense erhältlich, die deutsche Version wird noch einige Wochen oder Monate in Anspruch nehmen.

[The Verge]


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