Viele Menschen verdienen mit digitalen Inhalten ihren Lebensunterhalt, sei es selbstständig oder angestellt. Doch jetzt sägen die automatisierten Medien selbst an ihrem eigenen Ast, nämlich in Form der generativen Künstlichen Intelligenz. Google ist bei dieser Entwicklung ganz vorn mit dabei und strebt deutlicher als jemals zuvor an, viele Positionen durch die Gemini-KI oder andere KI-Modelle zu ersetzen. Wo soll das hinführen?
Die Künstliche Intelligenz sorgt nicht nur für Begeisterung, sondern immer stärker auch für Zukunftsängste. Wie aktuelle Kündigungsrunden bei großen Unternehmen zeigen, bei weitem nicht zu Unrecht. Immer mehr Jobs werden durch KI ersetzt oder so weit vereinfacht, dass es mit sehr viel weniger (Wo)manpower möglich ist. Das lässt sich nicht aufhalten und wird sich vermutlich so schnell auch nicht wieder umkehren.
Google bildet bei dieser Entwicklung mittlerweile die Speerspitze und will die KI in alle Bereiche bringen, in denen man selbst aktiv ist und zum Teil sehr großen Einfluss hat. Ich begleite dieses Thema hier im Blog schon seit einigen Jahren und mit der vor wenigen Tagen zu Ende gegangenen Google I/O hat man mal wieder Öl ins Feuer gegossen. Aus eigenem Interesse gibt es hier im Blog den Tag Google vs Webmaster, denn sowohl Redakteuren als auch Webmastern entzieht man zunehmend die Existenzgrundlage.
Aber das ist längst nicht alles, denn jetzt fährt man einen Großangriff auf Onlineshops und degradiert diese zu reinen Dienstleistern. Parallel dazu wird derzeit heftig auf der eigenen Videoplattform umgebaut. Denn man will immer mehr YouTube durch KI-Avatar ersetzen und könnte bald einen Content-Kreislauf erreichen, bei dem Menschen nur noch für das Klicken auf Werbung oder dem Abschluss eines Premium-Abos gebraucht werden.
Google erdrückt das Web und weitere Branchen
Erst vor wenigen Tagen hatte ich hier im Blog getitelt ‚Google erdrückt das Web‚ und habe analysiert, warum man diese Schritte überhaupt geht. Tatsächlich lässt sich das wohl auf den Nenner bringen, dass auch das Unternehmen Google trotz aller Macht gewissermaßen von einer Existenzangst oder einem extremen Relevanzverlust getrieben ist. Die Panik, in einem der Dutzenden wichtigen Geschäftsbereiche nicht (mehr) führend zu sein, lässt das Unternehmen regelrecht Getrieben wirken.
Um dem zu entgehen, schießt man mit KI-Features um sich, ohne jegliche Rücksicht auf Verluste. Für Google gibt es nur gewinnen oder verlieren. Möchte man selbst gewinnen, müssen die anderen verlieren. Stand heute sieht es so aus, dass Google der ganz große KI-Gewinner ist. Doch auch das ist vergänglich und so ist man erneut davon getrieben, diese absolute Spitzenposition zu halten.
Man kann das als normalen Wirtschaftsdruck bezeichnen und schließlich wollen die Aktionäre immer weiter steigende Umsätze, Gewinne und Marktanteile sehen. Auf der anderen Seite hat ein Unternehmen mit der Macht und den Möglichkeiten von Google auch eine gewisse Verantwortung. Man muss nicht alles umsetzen, was technisch möglich ist. Auch Google-intern dürften schon bald Mitarbeiter in großem Stil mit Verweis auf die KI abgebaut werden. Und was ist, wenn die KI eines Tages die gesamte Chefetage ersetzen kann? Würden Sundar Pichai & Co auch das durchwinken…?
Letzte Aktualisierung am 7.06.2026 / Bilder von der Amazon Product Advertising API / Affiliate Links, vielen Dank für eure Unterstützung! Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen.