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Googlebook: Das ist Googles neues Betriebssystem für den Desktop – Gemini Intelligence im Zentrum (Videos)

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Google hat sehr große Pläne für den Desktop, die noch in diesem Jahr mit der gestern vorgestellten Gerätekategorie der Googlebooks und der Gemini Intelligence in die Tat umgesetzt werden sollen. Nach der gestrigen Ankündigung schauen wir uns die Oberflächen und Funktionen noch einmal im Detail an. Man hat den Laptop und dessen Betriebssystem völlig neu gedacht.


Wir haben euch hier im Blog erst am Wochenende Googles neuen Anlauf auf den Desktop zusammengefasst, der sowohl aus einer speziellen Android-Version, dem neuen Betriebssystem Aluminium OS und einer tief integrierten Gemini-KI besteht. Gestern Abend hat Google alle diese Puzzlestückchen zusammengesetzt und eine ganz neue Produktkategorie angekündigt, die noch in diesem Jahr starten soll: Man wird das Googlebook mit Gemini Intelligence auf den Markt bringen.

Das Googlebook ist nicht nur eine neue Gerätekategorie, sondern bringt auch ein neues Betriebssystem auf Android-Basis, bei dem es sich mutmaßlich um Aluminium OS handelt. Auch wenn man das Produkt nicht namentlich erwähnt, ist die Kombination aus Android und Gemini für den Desktop exakt das, was wir von Aluminium OS erwarten würden. Interessanterweise spielt das Betriebssystem in der Ankündigung überhaupt keine Rolle, sondern nur die Hardware und die Gemini-Features.

Laut Google hat man für die Software dieser neuen Produktkategorie den weltweit beliebtesten Browser, die leistungsstarken Apps von Google Play und ein modernes Betriebssystem auf Android-Basis zusammengeführt, dies mit einer großen Portion Künstlicher Intelligenz gewürzt und das Googlebook-Erlebnis erhalten. Schauen wir uns einmal an, wie sich die Googlebook-Intelligence-Oberfläche mit neuen Funktionen von der etablierten Konkurrenz abheben soll. Für einen echten Eindruck könnt ihr euch das gestern geleakte ausführliche Hands-on mit Aluminium OS ansehen.




Schüttel-Cursor für Kontextinformationen

Der für den Desktop so wichtige Cursor wurde seit der Erfindung des Rechtsklicks vor Jahrzehnten laut Google nicht mehr verändert – daher will man dessen Funktionalität jetzt neu denken und auf mobiler Basis optimieren. Das Googlebook-Betriebssystem bringt den „Magischen Cursor“, der auf eine Schüttel-Bewegung reagieren und hilfreiche Kontextinformationen liefern soll. Als Verlängerung der Fingerspitzen soll es damit möglich sein, beliebige Elemente und Inhalte durch eine einfache Bewegung für die Gemini-KI zu markieren.

Nach dieser magischen Bewegung wird Gemini aufgeweckt und soll schnell, kontextbezogene Vorschläge zu dem machen, was auf dem Display und speziell unter dem Cursor zu sehen ist. Zeigt ihr zum Beispiel auf ein Datum innerhalb einer E-Mail, könnt ihr dieses im Google Kalender oder in Google Meet verwenden. Oder ihr wählt zwei Bilder aus, so wie im obigen Videobeispiel, die von der Gemini-KI sofort kombiniert werden. Als Beispiel zeigt man ein Wohnzimmer und ein Sofa, wobei die Gemini-KI den gewünschten Kontext verstehen soll.

Eigene Widgets erstellen

Wir haben euch bereits die neue Funktion Eigene Widgets erstellen vorgestellt, die unter Android vollständig personalisierte und KI-generierte Homescreen-Widgets erstellen soll. Der Desktop soll auf den Googlebooks ebenso wie unter Android sowohl mit Icons als auch Widgets gefüllt werden können. Gemini kann im Internet suchen oder eure Google-Apps wie Gmail und Google Kalender verknüpfen, um ein einziges, personalisiertes Dashboard zu erstellen.

Der Desktop soll zum persönlichen Zuhause der Nutzer werden und die wichtigsten Informationen zentral an einem Ort organisieren. Als Beispiel nennt man einen Countdown für eine Reise nach Berlin inklusive Zugriff auf Restaurantreservierungen, Hoteltickets, Fluginformationen und mehr. Im obigen Video könnt ihr das sehen. Mehr Infos zu diesen Widgets und dessen Potenzial als App-Killer findet ihr im folgenden Artikel:

» Gemini bringt KI-generierte Widgets auf den Android-Homescreen – das Ende der Apps naht




Anbindung des Android-Smartphones

Eine große Rolle spielt natürlich auch die Anbindung des Smartphones an das Desktop-Android. Man will einen nahtlosen Übergang zwischen Laptop und Smartphone schaffen. Dafür können die Googlebooks alle Android-Apps nativ ausführen und bei Bedarf auch alle Android-Apps vom Smartphone auf den Desktop streamen. Es lassen sich direkt am Desktop die Apps auf dem Smartphone starten und wie gewohnt bedienen. Das soll für Aufgabenbereiche nützlich sein, die sich bisher nur am Smartphone nutzen ließen.

Aber auch der Zugriff auf alle am Smartphone abgelegten Dateien soll mit dem Schnellzugriff nahtlos möglich sein. Eine ständige Verbindung und das kommende Android 17 vorausgesetzt, wird sich das Smartphone damit vollumfänglich am Desktop nutzen lassen – ganz ohne gefühlte Brücke oder unnötige Schritte.


Im Laufe des Jahres will man noch sehr viel mehr Informationen zur Googlebook-Oberfläche liefern und noch in diesem Jahr sollen die ersten Geräte von großen Partnern auf den Markt kommen. Wenn das alles so aufgeht, wie es die Ankündigungen suggerieren, haben Microsoft Windows und auch Apples MacOS einen sehr ernsthaften Konkurrenten bekommen. Einer, der es endlich verstehen könnte, auch Mobil und Desktop miteinander zu verschmelzen. Wir halten euch auf dem Laufenden. Wer noch mehr vom Betriebssystem sehen will, kann sich unter dem folgenden Link ein mehrminütiges Hands-on Video von Aluminium OS ansehen.

» Aluminium OS: Umfangreicher Leak zeigt Googles neues Desktop-Betriebssystem im Hands-on (Video)

» Android: Wandel zum KI-System – Gemini Intelligence bringt KI-Agenten, Automatisierung und mehr (Galerie)

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Letzte Aktualisierung am 22.04.2026 / Bilder von der Amazon Product Advertising API / Affiliate Links, vielen Dank für eure Unterstützung! Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen.


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