Der Browser Google Chrome wurde zuletzt mit vielen KI-Funktionen rund um Gemini gefüllt und ist mittlerweile selbst in die KI-Ära eingetreten. Das bringt aber nicht nur neue Funktionen mit, sondern offenbar auch einen gewaltigen Ressourcenverbrauch: Unbemerkt und ohne jegliche Nachfrage lädt der Browser jetzt bei vielen Nutzern ein bis zu 4 Gigabyte großes Paket herunter, das die Festplatte belegt.
Google hat auch den Chrome-Browser bereits in die KI-Ära geschickt und viele Gemini-Funktionen in Chrome gestartet, die in den nächsten Monaten und Jahren ausgebaut werden. Weil diese Funktionen eine permanente Überwachung des Browseralltags benötigen, hat man zur Erhöhung der Akzeptanz einige Dinge mit einer lokalen KI umgesetzt, die keine Daten in die Google-Cloud senden muss. Das kam bei den Nutzern gut an.
Doch natürlich hat eine lokale KI auch den Nachteil, dass sie irgendwo abgelegt werden muss und natürlich nicht bei Bedarf dynamisch nachgeladen werden kann – denn das würde sowohl den Datenschutz als auch die Performance sehr negativ beeinflussen. Daher ist laut Beobachtung vieler Nutzer in den letzten Wochen und Monaten auch der Speicherplatzbedarf des Desktopbrowsers ganz erheblich angewachsen.
Sobald die KI-Funktionen aktiviert sind, lädt der Browser ein bis zu 4 Gigabyte großes Paket herunter, das auf der lokalen Festplatte im Ordner „OptGuideOnDeviceModel“ in der Datei „weights.bin“ gespeichert ist – ein wirklich passender Name. Diese Datei enthält das lokale Gemini Nano-Modell, das die lokale KI überhaupt erst ermöglicht. Diese Datei kann zwar gelöscht werden, wird aber nach dem nächsten Neustart des Browsers erneut und ungefragt heruntergeladen.
Google verteidigt dieses Vorgehen zum einen mit den Ambitionen zur lokalen KI und zum anderen damit, dass der Browser basierend auf dem freien Festplattenspeicher auch selbst diese Datei löschen könnte. Google Chrome entscheidet also darüber, wie viel freier Festplattenspeicher für den Nutzer ausreichend ist. Erst wenn der Browser der Meinung ist, dass nicht mehr genügend Platz vorhanden ist, wird die Datei gelöscht. Alternativ hilft es, alle KI-Funktionen zu deaktivieren. Doch es ist fraglich, wie lange das noch möglich sein wird.
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