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Google Drive für Desktop: Die neue App ist endlich da – Einbindung als virtuelles Laufwerk in Windows & MacOS

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Mit Google Drive ist es sehr leicht, beliebige Dateien in die Cloud zu laden, zu verwalten und in einigen Fällen vielleicht auch mit anderen Nutzern zu teilen. Die Synchronisierung mit dem Desktop war bisher eine der größten Schwachstellen der Plattform, doch diese wird nun endlich beseitigt: Ab heute wird Google Drive für Desktop für alle Nutzer ausgerollt und bringt eine völlig veränderte Einbindung in Windows und Mac OS.


Die in Google Drive gespeicherten Daten lassen sich in beliebig tief verschachtelten Ordnern organisieren, so wie man das von vielen Betriebssystemen und Dateisystemen kennt, aber dennoch war die Synchronisierung zwischen Cloud und Desktop bisher unnötig kompliziert und mit vielen Stolperfallen umgesetzt. Das ändert sich nun mit der neuen Google Drive für Desktop-App, die nach einer längeren Testphase ab sofort für alle Nutzer ausgerollt wird.

Google Drive für Desktop tritt die Nachfolge des glücklosen Backup & Sync an, das schon in wenigen Wochen eingestellt wird und nicht mehr verwendet werden sollte. Die neue App läuft deutlich stabiler und setzt auf ein völlig anderes Konzept, dass sich viele Nutzer wohl schon seit Jahren gewünscht haben – mit Unterstützung des Drive File Stream. Synchronisierte Dateien müssen nun nicht mehr in einem separaten Ordner auf dem Computer gespeichert werden, sondern werden als eigenes Laufwerk (Standardmäßig mit dem Buchstaben G) eingebunden.

Einbindung in den Windows Explorer
Dieses virtuelle Laufwerk enthält die gesamte Google Drive-Verzeichnisstruktur, selbst wenn keine dieser Dateien auf dem Computer gespeichert ist. Dennoch lasse sich Dateien so wie auf dem physischen Laufwerk behandeln und sogar ohne große Wartezeiten öffnen. Möglich macht das der Drive File Stream, der die Dateien einfach streamt, temporär speichert und anschließend wieder synchronisiert und löscht.




Diese Umsetzung ist extrem praktisch und entspricht nun eigentlich weniger einer Synchronisierung, sondern viel mehr einer Einbindung des Cloudspeichers in das Betriebssystem. Das bedeutet allerdings auch, dass sich die Dateien ohne aktive Internetverbindung normalerweise nicht nutzen lassen. Es gibt zwar einen automatisch gepflegten Cache, doch auf diesen hat man als Nutzer keinen Einfluss. Dafür gibt es die Möglichkeit, Dateien Offline verfügbar zu machen. Diese finden sich weiterhin an gewohnter Stelle, lassen sich dann aber auch ohne Internetanbindung öffnen.

Die neue App wurde schon im Februar dieses Jahres vorgestellt und konnte seitdem heruntergeladen und ausprobiert werden. Nun erfolgt der offizielle Startschuss. Backup & Sync-Nutzer sollten jetzt wechseln und werden spätestens ab August mit In-App-Benachrichtigungen über die neue App informiert. Ich habe den Wechsel schon im Februar gemacht und muss sagen, dass ich begeistert bin. Zuvor hatte ich alle Google Drive-Lösungen lediglich getestet und dann wieder heruntergeschmissen, doch die neue App verrichtet seit dem ersten Tag ihre Dienste.

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